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Irgendwo im Pazifischen Ozean befindet sich die japanische Insel Aburi, ein aus der Zeit gefallenes Fleckchen Erde. An diesem Ort bestimmen die Natur, die Witterung und das Meer das Leben - und die strikten Traditionen der Einheimischen. Der junge Ryosuke,...
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  • 5 Sterne

    herrzett, 02.10.2017 bei Weltbild bewertet

    "Die Insel der Freundschaft" ist ein recht vielschichtiger Roman. So finden hier neben der erwarteten Freundschaft zwischen Menschen, eine besondere Beziehung zu Tieren, Fachliches über die Käseherstellung, Traditionen, Weisheiten über das Träumen und Scheitern sowie Hin- und Aufgabe ihren Platz. Wir begleiten Ryosuke, der seine Stelle als Koch verlor und nun als Bauarbeiter auf einer abgeschiedenen Insel, mitten im Pazifischen Ozean anheuert. Dort soll er zunächst mit seinen neu gewonnenen Freunden Kaoru und Tachikawa einen Graben für eine Wasserleitung ausheben, doch sein eigentliches Ziel ist ein ganz anderes. Ryosuke hofft hier Antworten zu finden - den Sinn des Lebens und mit ihm den Mann, von dem seine verstorbene Mutter so viel gesprochen hat.

    "Ich glaube, auch Menschen wandeln sich im Fluss der Zeit. Vielleicht sind wir sogar dazu geboren worden, immer wieder Neues zu empfinden."

    Auf dem Festland hatte Roysuke alles verloren. Der Tod seines Vaters hatte ihm schwer zu schaffen gemacht und eigentlich möchte er selbst auch Suizid begehen. Die Insel bietet ihm nun ein neues Lebensziel und noch dazu eine ganz besondere Freundschaft. Er trifft auf Hashi, dessen ursprünglicher Traum Ziegenkäse zu produzieren bislang gescheitert war und sich nun der Fischerei widmet. Mit Roysuke lebt dieser Traum neu auf und er lernt mit seinen Freunden die Käseherstellung kennen. Dies ist allerdings nicht ganz so einfach wie erhofft. Auch die Inselbewohner sind nicht allzu begeistert von den Neuankömmlingen und stellen ihnen einige Hindernisse in den Weg.

    "Es geht uns doch allen gleich. Wenn wir uns etwas vornehmen, denken wir, wir müssten es um jeden Preis erreichen. Und wenn wir es doch nicht schaffen, fühlen wir uns gleich wie Versager. Aber ich weiß nur zu gut, was es heißt, sein Leben für einen Traum zu opfern. Ein Traum darf ruhig auch ein Traum bleiben."

    Durian Sukegawa zeigt uns mit diesem Roman, dass Aufgeben niemals ein Ziel sein sollte und Träume niemals alles sind. Er erschafft mit nur wenigen, klaren Worten ein detailliertes Bild voller Neugier, Wünsche und Weisheit. Leider bleiben am Ende sehr viele Fragen ungeklärt, was das Buch nicht weniger schön macht, aber den Leser etwas enttäuscht zurück lässt. Da sich sehr viel Tiefgründigkeit auch zwischen den Zeilen versteckt, würde ich dieses Buch nicht unbedingt jedem zu empfehlen.

    "Er legte sich auf den Boden und blickte in den Himmel, an dem kleine, leuchtende Wolken vorbeizogen. Sie ähnelten sich, und doch hatte jede Wolke ihre ganz eigene Form. [...] Vielleicht waren die wallenden Wolken so strahlend weiß, weil sich in ihnen die Seelen unzähliger Lebewesen sammelten."

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  • 5 Sterne

    Maren V., 15.10.2017 bei Weltbild bewertet

    Ryosuke Kikuchi nimmt einen Baustellenjob auf einer Abgelegenen Insel an, aber er schleppt mehr mit sich rum als nur sein Gepäck.

    Das Cover ist recht schlicht und trifft es trotzdem sehr gut auf den Punkt. Denn es geht um eine Insel, warum mehr zeigen.

    Der Leser erlebt die Geschichte durch die Augen von Ryosuke und macht mit ihm zusammen die ersten Schritte auf einer Insel, auf der sie Uhren anders ticken, als in der Großstadt.
    Man erfährt mal mehr mal weniger über die einzelnen Charaktere und trotzdem haben sie alle ihre ganz eine Art, auch im Umgang miteinander.

    In diesem Buch geht es um Freundschaft, Gemeinschaft, Zusammenhalt, um Tradition und Erneuerung und darum sich selbst zu finden, ob man jetzt den leichten oder den schweren Weg geht.

    Das Buch selbst lässt sich ruhig und flüssig lesen und trotzdem konnte es mich packen und in seinen Bann ziehen. Die Spannung muss nicht immer nervenaufreibend sein, um da zu sein, sie kann sich auch in einer kleinen, ruhigen Geschichte verstecken. Wie in diesem, aus meiner Sicht, sehr schönen Roman.

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  • 3 Sterne

    leseratte1310, 24.10.2017 bei Weltbild bewertet

    Ryosuke hat seine Stelle als Koch verloren und einen Job als Bauarbeiter auf einer kleinen Insel angenommen. Es ist aber nicht die Arbeit, die ihn auf die Insel treibt, sondern er will mit Hashi, dem Freund seines verstorbenen Vaters, reden. Mit ihm kommen noch Kaoru und Tachikawa zum Arbeiten auf die Insel. Die Bewohner von Aburi sind aber nicht besonders erfreut über die Fremden. Daher verbringen Ryosuke, Kaoru und Tachikawa viel Zeit miteinander und freunden sich an. Als Ryosuke über die Insel streift, sieht er wilde Zeigen und er beschließt, auf der Insel zu bleiben und Ziegenkäse herzustellen.
    Auch wenn mir der leicht zu lesende Schreibstil gefallen hat, konnte mich die Geschichte nicht begeistern. Die Charaktere bleiben mir fremd und die Käseproduktion nahm für mich einen zu breiten Raum ein.
    Ryosuke hat seinen Platz im Leben noch nicht gefunden. Außerdem hat er Fragen zu seiner Familiengeschichte, nachdem beide Eltern nicht mehr leben. Aber er ist lange auf der Insel, lernt Hashi kennen und dennoch spricht er dieses Thema, das ihn doch so beschäftigt, nicht an. Als er beschließt auf der Insel zu bleiben, wollen seine Freunde es ihm gleichtun, doch es ist nicht für sie, wie sie dann einsehen. Ryosuke dagegen scheint sich wohl zu fühlen. Immer wieder zieht es ihn zu den Ziegen. Mir hat gefallen, dass er beharrlich weitermacht, selbst als er Rückschläge bei der Produktion von Käse erfährt. Hashi hat es irgendwann auch auf diese Insel verschlagen und er hat sein Leben dort eingerichtet. Die anderen Bewohner von Aburi sind seltsam. Einerseits wollen sie, dass Zuwachs von außen kommt, andererseits verhalten sie sich so abweisend, dass jeder in die Flucht geschlagen wird.
    Immer wieder musste ich mich zwingen weiterzulesen, denn manches war doch sehr langatmig beschrieben. Zum Ende wurde es aber noch dramatisch. Aber es bleiben auch eine Reihe von Fragen ungeklärt.
    Eine etwas melancholische und langatmige Geschichte.

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  • 3 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    leseratte1310, 24.10.2017

    Ryosuke hat seine Stelle als Koch verloren und einen Job als Bauarbeiter auf einer kleinen Insel angenommen. Es ist aber nicht die Arbeit, die ihn auf die Insel treibt, sondern er will mit Hashi, dem Freund seines verstorbenen Vaters, reden. Mit ihm kommen noch Kaoru und Tachikawa zum Arbeiten auf die Insel. Die Bewohner von Aburi sind aber nicht besonders erfreut über die Fremden. Daher verbringen Ryosuke, Kaoru und Tachikawa viel Zeit miteinander und freunden sich an. Als Ryosuke über die Insel streift, sieht er wilde Zeigen und er beschließt, auf der Insel zu bleiben und Ziegenkäse herzustellen.
    Auch wenn mir der leicht zu lesende Schreibstil gefallen hat, konnte mich die Geschichte nicht begeistern. Die Charaktere bleiben mir fremd und die Käseproduktion nahm für mich einen zu breiten Raum ein.
    Ryosuke hat seinen Platz im Leben noch nicht gefunden. Außerdem hat er Fragen zu seiner Familiengeschichte, nachdem beide Eltern nicht mehr leben. Aber er ist lange auf der Insel, lernt Hashi kennen und dennoch spricht er dieses Thema, das ihn doch so beschäftigt, nicht an. Als er beschließt auf der Insel zu bleiben, wollen seine Freunde es ihm gleichtun, doch es ist nicht für sie, wie sie dann einsehen. Ryosuke dagegen scheint sich wohl zu fühlen. Immer wieder zieht es ihn zu den Ziegen. Mir hat gefallen, dass er beharrlich weitermacht, selbst als er Rückschläge bei der Produktion von Käse erfährt. Hashi hat es irgendwann auch auf diese Insel verschlagen und er hat sein Leben dort eingerichtet. Die anderen Bewohner von Aburi sind seltsam. Einerseits wollen sie, dass Zuwachs von außen kommt, andererseits verhalten sie sich so abweisend, dass jeder in die Flucht geschlagen wird.
    Immer wieder musste ich mich zwingen weiterzulesen, denn manches war doch sehr langatmig beschrieben. Zum Ende wurde es aber noch dramatisch. Aber es bleiben auch eine Reihe von Fragen ungeklärt.
    Eine etwas melancholische und langatmige Geschichte.

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  • 3 Sterne

    Langeweile, 02.10.2017 bei Weltbild bewertet

    Der Protagonist ist auf der Suche nach seinem Platz im Leben . Seinen Job als Koch hat er aufgegeben, als er auf eine Stelle als Bauarbeiter auf einer einsamen Insel im Pazifik aufmerksam wird.
    Dort werden Arbeiten zur Errichtung einer Wasserleitung durchgeführt.
    Bereits auf der Überfahrt mit der Fähre lernt er seine Mitstreiter Tachikawa und Kaoru kennen . Zuerst beschränkt sich der Kontakt lediglich auf die gemeinsame Arbeit, jedoch nach und nach geben Sie auch Teile ihrer Geschichte preis.
    Ryosuke hat noch eine besondere Mission, er möchte einen Freund seiner verstorbenen Eltern dort finden und ihm einen Gegenstand seiner Mutter überreichen.
    Nach Beendigung der Bauarbeiten wollen die drei noch auf der Insel bleiben und finden Unterkunft bei Herrn Hashi, der ihnen viel Wissenswertes über die Ziegenzucht und die Herstellung von Ziegenkäse vermittelt.
    Nachdem Tachikawa und Kaoru wieder abgereist sind, stürzt sich Ryosuke mit Leidenschaft in die Käseproduktion. Kann das sein neuer Lebensinhalt werden?

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil gefiel mir überwiegend gut, jedoch plätscherte die Geschichte zwischendurch etwas belanglos dahin.
    Es wurde sehr viel Wissenswertes über das Leben auf der Insel, die zwischenmenschlichen Beziehungen der Inselbewohner und die Ablehnung gegenüber Fremden vermittelt.
    Einen breiten Raum nahm der Umgang mit den Ziegen und die Herstellung von Ziegenkäse ein.
    Außerdem wurde die besondere Landschaft der Insel gewürdigt. Sehr realistisch fand ich die Beschreibung des Taifuns , welcher die Insel heimsuchte.
    Leider blieben zum Schluss viele Fragen unbeantwortet , was mich etwas enttäuscht hat.
    Daher von mir leider nur drei Sterne.

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  • 2 Sterne

    Michele S., 13.10.2017 bei Weltbild bewertet

    Unbeantwortete Fragen, bedrückende Erzählweise und Käse.

    Dies war der erste Roman eines japanischen Autors, den ich lesen durfte. Bisher hatte ich nur Erfahrung mit verschiedensten Mangas und wollte daher auch japanische Literatur abseits der schwarz-weißen Bildergeschichten kennen lernen.
    Leider könnte mich das Buch nicht überzeugen.

    Zunächst einmal finde ich den Titels "Die Insel der Freundschaft“ziemlich irreführend.
    Der Protagonist und seine Gefährten erfahren auf der Insel kaum so etwas wie Freundschaft. Eher im Gegenteil.
    Und auch untereinander bleibt das Verhältnis eher distanziert.

    Der Erzählstil ist ruhig und lässt sich flüssig lesen.
    Leider gerät die Handlung immer wieder ins stocken und eine wirkliche Entwicklung findet ausschließlich beim Protagonisten Ryosuke statt. Wobei diese so schleppend verläuft, dass man sie tatsächlich erst in den letzten paar Kapiteln bemerkt.
    Über weite Strecken handelt das Buch nur von der Herstellung von Ziegenkäse und von Fischfang.

    Allerdings kann man (aus der Sicht eines Europäers) sagen, dass die Darstellung der Handlungsorte und der dort herrschenden Bedingungen sehr realistisch dargestellt sind. Auch sind sie sehr anschaulich beschrieben, so dass ich mich gut zdorthin versetzten konnte. Und auch die Verhältnisse, die auf der Insel herrschen, bzw. die Art wie sich die Menschen dort verhalten kommt mir durchaus realistisch vor.

    Dennoch bin ich enttäuscht zurück geblieben.
    Das Buch beantwortete kaum eine meiner Fragen. Das Ende ist sehr offen gehalten. Und so hat mich der Verlauf der Handlung eher frustriert und mit einem bedrückenden Gefühl zurück gelassen.
    Ich hatte mir deutlichere Entwicklungen sowohl beim Protagonisten, als auch bei den anderen Figuren erhofft. Leider lässt der Autor aber viele Möglichkeiten einfach im Sande verlaufen.

    Ich hatte keine Erwartungen an das Buch, sondern war einfach neugierig. Leider habe ich eine Enttäuschung erlebt.
    Ich werde wohl wieder zu Mangas zurück kehren.

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  • 4 Sterne

    0 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elke S., 01.10.2017 bei Weltbild bewertet

    für seine Träume leben, Niederlagen verkraften und seinen Platz im Leben finden

    Der Roman „Kirschblüten und rote Bohnen“ des Autors hat mich sehr begeistert und deshalb habe ich mich auch sehr über diese neue Geschichte gefreut.

    Der achtundzwanzigjährige Ryosuke hat in Tokio seine Stelle als Koch verloren und nimmt deshalb auf der abgelegen, scheinbar aus der Zeit gefallenen, japanischen Insel Aburi, die sich irgendwo im Pazifischen Ozean befindet, einen Job als Bauarbeiter an. Auf der Fähre dorthin, um sich ebenso als Hilfsarbeiter zu verdingen, sind auch die gepierct distanzierte Kaoru und der junge Tachikawa, die beide keinen so richtigen Plan von ihrem weiteren Leben haben. Sie wurden angeheuert um auf der Insel eine neue Wasserleitung zu verlegen, aber es schwingt auch der Hintergedanke mit, neue Bewohner zu finden, die dort leben wollen. Die Arbeiten sind hart und die Einheimischen mehr als nur misstrauisch. Es kommt immer wieder zu Auseinandersetzungen und das Leben dort ist alles andere als ein Zuckerschlecken. Ryosuke allerdings kämpft zäh, ohne Klagen durch. Für ihn ist diese Arbeit nicht nur ein Übergangsjob wie für die beiden anderen, sondern Mittel zum Zweck. Denn für ihn bedeutet die Insel viel mehr, er hofft hier auf einen Mann zu treffen, von dem seine Mutter ihm als Kind so viel erzählt hat. Wird er Licht ins Dunkel seiner Vergangenheit bringen können?

    Die Geschichte beginnt mit der Überfahrt und ganz besonders, wenn man den Klappentext, der meiner Meinung nach aber eher zu viel verrät, wie ich, nicht genau gelesen hat, ist der erste Abschnitt, abgesehen von einigen berührenden Momenten, eher etwas langatmig. Interessant wurde die Geschichte für mich eigentlich erst, als ich mehr von Ryoskukes Plänen, wie sein Vater Ziegenkäse herzustellen, erfahren habe und diese auch konkret umgesetzt wurden. Die Beschreibungen der Käseherstellung, das Fiebern um Erfolge, das Kosten von ersten Versuchen, das Ringen um eine richtige Lagerung, die Hürden, die die Inselbewohner ihm in den Weg legen, das fand ich wirklich toll dargestellt. Tiere als Freunde, so habe ich es jedenfalls bei und für Ryosuke empfunden, wird durch zahlreiche bewegende Szenen ebenfalls toll erzählt. Ich war ganz oft gerührt, wenn Fleckchen, eine Ziege, ihm mit einem Stupser scheinbar zu verstehen gibt, weiter zu machen. Ich habe auch richtig um ihr Leben gefürchtet und schwer gelitten, weil in dem Buch auch blutig geschlachtet wird. Grandios sind auch die Landschaftsbeschreibungen der Insel, beim faszinierenden Lorbeerwald angefangen bis hin zu bedrohlichen Naturgewalten wie einem schrecklichen Taifun. „Der Wind donnerte unaufhörlich gegen das Haus, als peitschte ein riesiger Drache mit seinem Schwanz dagegen.“, ist nur eine der vergleichenden, bildgewaltigen Beschreibungen. Gut einfangen ist auch die eingeschworene Inselbevölkerung, die Neuem gegenüber misstrauisch, eher ablehnend und teilweise auch richtig feindlich gegenüber steht. Hier stehen Traditionen ganz klar in Spannungsverhältnis zum Wunsch nach Zukunft und Weiterentwicklung.

    Es sind nur ein Handvoll Charaktere, aber diese genügen vollauf. Durch, das dem Japanischen eigene, distanzierte Sie, konnte ich zu ihnen keine richtig innige Beziehung aufbauen. Vielleicht mag es aber auch eher an der für mich schockierenden Todessehnsucht von Ryosuke liegen. Kaoru und Tichakawa, sind mir erst nach und nach, als ich mehr über ihre Vergangenheit erfahren habe, sympathischer geworden. Sehr gut hat mir Hashi gefallen, bei dem die drei unterkommen können, auch wenn ich nicht alle seine Grundsätze immer so nachvollziehen konnte. Die Ablehnung der Inselbevölkerung wird vor allem durch den aggressiven Mutsu deutlich und der „Galapagos Schildkröten Chef“ und Vorsitzende der Inselbevölkerung verbildlicht den Zwiespalt zwischen den Traditionen verpflichtet und Wandel und Neuerung wollend.

    Es gibt unzählige Botschaften, die sich zwischen den Zeilen und in der Geschichte verstecken. „Wer sein Scheitern nicht akzeptiert, trägt es ein Leben lang mit sich und es ist ein Gefühl, das in einem fault.“ , „Wenn Sie aus einer Erfahrung etwas lernen wollen, macht es keinen großen Unterschied, ob sie nun eine Niederlager oder einen Erfolg zu verzeichnen hatten. Bei einem Erfolg bleibt die tiefere Einsicht aus und das hat einen schalen Beigeschmack.“, sind nur zwei Beispiele für zwei die mir besonders gut gefallen haben, weil sie verdeutlichen, dass man im Leben fallen kann, aber eben nicht liegen bleiben darf.

    Der Sprachstil des Autors hat mich schon in „Kirschblüten und rote Bohnen“ richtig begeistert und das ist Durian Sukegawa auch hier wieder gelungen. Er hat mich eingefangen, mit auf die Insel genommen und gut und bewegend unterhalten. Ich habe die Geschichte gern gelesen auch wenn es für mich nicht dasselbe Highlight war, und für fünf nicht ganz reicht, sind sehr gute vier Sterne für „Die Insel der Freundschaft“ auf jeden Fall verdient.

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