Unterhaltungsliteratur: Nahe an der Trivialliteratur?

Die Unterhaltungsliteratur entstand im 19. Jahrhundert. Gedacht für Müßiggänger und das leichte Lesen erlebte diese Art der Belletristik in der Gegenwartsliteratur einen nicht geahnten Aufschwung. Aber darf man einen Unterhaltungsroman Trivialliteratur nennen?

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Ist Unterhaltungsliteratur nur ein Zeitvertreib?

Ob Drama, Novelle, Tragödie: Heute hält die Literaturwissenschaft in diesen Fällen sowohl Hochliteratur als auch Unterhaltungsliteratur und Trivialliteratur für möglich. Unterhaltungsliteratur gilt als mittlere Qualitätsebene, aber über klare Grenzen und die Einordnung etwa einer ganz bestimmten Erzählung lässt sich streiten. Heimatromane sind wohl eher der Trivialliteratur zuzuordnen. Aber es gibt Ausnahmen. Wo lässt sich eine bestimmte Tragikomödie oder Komödien allgemein einordnen? Schwierig zu beantworten.

Immerhin können wir feststellen: Literaturwissenschaftler betrachten Unterhaltungsliteratur positiver als früher. Definitionen der Unterhaltungsliteratur beinhalten die Adaption gesellschaftlicher Normen und ihre Bestätigung in dieser Form von Literatur. Psychische und soziale Probleme werden besser verarbeitet als in der Trivialliteratur - was immer das bedeuten mag. Unterhaltungsromane haben ein höheres sprachliches Niveau als Groschenhefte und ähnliche Printerzeugnisse. Trivialliteratur versetzt den Leser ins Träumen, Unterhaltungsliteratur regt zum Denken an. Diese Unterscheidungen machen bewusst: Die Übergänge literarischer Qualität sind fließend.

Kleine Geschichte der Unterhaltungsliteratur

Zu allen Zeiten und in allen Bildungsschichten war Unterhaltungsliteratur verbreitet. Unterhaltung scheint ein Grundbedürfnis des Menschen zu sein. Verbreitung fanden Unterhaltungsromane in der Aufklärungszeit. Und als sich die Schulpflicht durchsetzte stiegen die Auflagen der unterhaltenden Literatur. Dies und die industrialisierte Herstellung von Literatur ließ den Buchmarkt explodieren. Vor allem in den Jahren zwischen 1740 und 1800 befriedigten immer mehr Bücher das Unterhaltungsbedürfnis ihrer Leser, während andere Arten von Schriften in den Hintergrund traten. Die Unterhaltungsliteratur wurde ein bedeutender gesellschaftlicher und kultureller Faktor. Der Almanach und die Anthologie brachten sie in das letzte Dorf.

Im 19. Jahrhundert erweiterte sich die Unterhaltungssparte der Literatur um populärwissenschaftliche Unterhaltungsliteratur. Sie ermöglichte breiten Bevölkerungsschichten den Blick auf neue Erkenntnisse und Forschungsgebiete in romanhafter Form.

Gattungen und Formen der Unterhaltungsliteratur

Die Gattungen und Untergattungen der Unterhaltungsliteratur treten vor allem im Roman, aber auch im Drama und in der Lyrik auf. Romane sind am besten geeignet zu unterhalten: ob als Briefroman, Detektivgeschichte, erotische Literatur, pornographisches Machwerk, Liebes- und Familienroman, Rätsel-, Reise-, Abenteuer- oder Schauerroman ... Auch das unterhaltende Drama fand und findet Anklang: als Bühnenschwank, Rührstück, Ritterdrama oder Lachtheater ... In der Lyrik zählt die so genannte Gebrauchslyrik zur Unterhaltungsliteratur - vorgetragen zum Geburtstag oder einem Jubiläum.

Gehobene Unterhaltung bei Jokers

Unterhaltungsliteratur ist en vogue. Sie fesselt durch ihren Stoff und die Spannung, die sie vermittelt. Sie ist weder trivial noch zu hochliterarisch. Ideal also, sie zur Entspannung zu lesen, vor allem, wenn sie es versteht auf Lesererwartungen einzugehen. Geben Sie sich der Magie und Tragik, der Liebe und Leidenschaft, der Sehnsucht und Hoffnung hin. Wir von Jokers begleiten Sie dabei mit gehobener Unterhaltung!