Das Märchenbuch: Noch angesagt?

In der Vergangenheit ächteten Pädagogen Märchen als brutal und grausam. Kinder sollten wegen ihrer Grausamkeit einen großen Bogen um Märchenbücher machen. Heute erklären Erzieher das Märchenbuch für tot, weil es Kinder angeblich nicht mehr interessiert.

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Geliebt wie immer: das Märchenbuch

Wer so denkt und spricht, hat noch nie die Faszination eines Kindes studiert, dem die Mutter oder der Vater ein Märchen erzählt oder vorliest. Ob Volksmärchen oder Kunstmärchen, deutsche Märchen oder französische Märchen: Märchenbücher und Märchenerzähler erfreuen sich nach wie vor größter Beliebheit bei Kindern. Märchenfestivals und Märchenzelte boomen. Trotz Internet und Fernsehen. Warum ist das so?

Was Märchen sind

Der Begriff Märchen ist vom mittelhochdeutschen Wort "Maere" (Nachricht, Bericht, Kunde) abgeleitet und seine Verkleinerungsform. Kinder fasziniert das Wundersame, das Märchen berichten. Sagen, Fabeln, Mythos und Legenden haben Ähnlichkeiten mit Märchen, doch anders als diese beruht ein Märchenbuch auf freier Erfindung und seine Handlung ist weder zeitlich noch örtlich festgelegt. Aus manchen Sagen sind Märchen geworden (Dornröschen aus der Brünnhilden-Sage in der Nibelungensage). Besonders beliebt sind phantastische Elemente in Märchenbüchern: Da beginnen Tiere zu sprechen, Hexen zaubern und Riesen bewegen Berge. Grimms Märchen wimmeln nur so von diesen Phantasien.

Das Schöne eines Märchenbuchs: Es gibt klare Regeln, klare Figuren. Zwischen dem Bösen und dem Guten findet ein Kampf statt, der Helden, Helfer und Bösewichte kennt. Am Ende siegt das Gute und das kindliche Gemüt kann sich beruhigen. Denn das Gute wird belohnt und das Böse bestraft.

Verbreitung von Märchen

Schon die Antike kannte Märchen und vor allem Sagen. Wissenschaftler sammelten im 19. Jahrhundert griechische Sagen und Sagen des klassischen Altertums, aber auch Märchenmotive. Damals erzählte man sich Märchen und Sagen. Erst im Mittelalter gibt es erste Aufzeichnungen von Märchen und Sagen. Im deutschen Kulturraum hielten die Brüder Grimm, Ludwig Bechstein und Wilhelm Hauff die Märchen Anfang des 19. Jahrhunderts schriftlich fest.

Alle Kulturen kennen Märchen. Am bedeutendsten, ältesten und vielfältigsten sind indische Märchen. Die Märchensammlung Panchatantra etwa soll mehr als 2000 Jahre alt sein und die Märchensammlung Tausendundeine Nacht inspiriert haben. Früher nahmen Literaturwissenschaftler sogar an, indische Märchen seien Vorfahren der europäischen Märchen.

Kunstmärchen im Märchenbuch

Der Boom von Märchenbüchern im 19. Jahrhundert regte Dichter an, eigene Märchen zu schreiben. Aus Motiven alter Volksmärchen entwickelten sie Kunstmärchen, deren Inhalt neue fantastische Elemente umfassen. Beliebte Märchendichter waren Hans Christian Andersen, Oscar Wilde, Edith Nesbit, Gerdt von Bassewitz, aber auch Frauen wie Selma Lagerlöf oder Christel Jacobi schufen märchenhafte Erzählungen, die zu den Klassikern der Kunstmärchen zählen. Zeitgenossen wie Rafik Schami oder Roland Kübler verfassten Kunstmärchen für Erwachsene.

Das Märchenbuch als Weg zur Selbsterkenntnis

In den letzten Jahren beschäftigten sich viele Psychoanalytiker und Psychologen mit Märchen und entdeckten in ihnen neben Weisheiten der Menschheit tiefe psychologische Erkenntnisse. Manche Märchen erscheinen in ihrer Deutung als Seelenwege ins eigene Ich, als Möglichkeit zur Selbsterkenntnis. In diesem Blick können Märchenbücher helfen, menschlich reif zu werden.

Angesichts dieser neuen Sicht von Märchen brauchen nicht nur Kinder Märchen, wie es Bruno Bettelheim in seinem erfolgreichen Buch konstatiert hat, sondern auch Erwachsene.

Jokers steht für das günstige Märchenbuch

Schenken Sie sich oder Ihren Kindern eine Märchenstunde! Sie werden erleben, dass der typische Märchenton eine ganz besondere Atmosphäre beim Vorlesen oder Selberlesen schafft, der sich niemand entziehen kann. Reisen Sie in die Märchenwelt von Königen, Drachen, Kobolden, Zwergen und Prinzessinnen. Das Märchenbuch ist nicht tot und bei Jokers nicht einmal teuer: Greifen Sie zu!