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Die Kinder der Villa Emma, DVD (DVD)

Ein Film nach einer wahren Begebenheit. 105 Min.
 
 
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Nach einer wahren Begebenheit aus dem Weltkriegsjahr 1941
Die Kinder der Villa Emma, DVD Es sind junge Menschen, die meisten noch Kinder, die 1941 aus Wien, Berlin und anderen Städten des Deutschen Reichs zu Kindertransporten zusammengezogen werden....
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Die Kinder der Villa Emma, DVD Es sind junge Menschen, die meisten noch Kinder, die 1941 aus Wien, Berlin und anderen Städten des Deutschen Reichs zu Kindertransporten zusammengezogen werden....
Kommentare zu "Die Kinder der Villa Emma, DVD"
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    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    MaRe, 09.04.2018 bei Weltbild bewertet

    Regisseur Nikolaus Leytner (Jahrgang 1957) und Drehbuchautorin Agnes Puch (Jahrgang 1968) arbeiteten schon bei dem 2013 erschienenen Drama „Die Auslöschung“ um einen Alzheimer-Kranken mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle zusammen. In ihrem von „Graf Film“ unter Beteiligung des ORF und der ARD-Degeto 2016 produzierten Film „Die Kinder der Villa Emma“, der auch den Alternativtitel „Wir sind am Leben“ trägt, erzählen die beiden Österreicher nach wahren Begebenheiten und rufen ein vermutlich wenig geläufiges Kapitel aus der NS-Zeit in Erinnerung.

    Im Frühjahr 1941 führen die 14-jährige Betty (Sophie Stockinger) und ihre Freundin Paula in Wien ein Leben wie andere junge Mädchen auch: Sie gehen ins Kino, schwärmen für den Mimen O.W. Fischer und davon, Drehbuchautorin bzw. Schauspielerin zu werden. Doch dann gibt Bettys Vater seine Tochter wegen der zunehmenden Judenverfolgung in die Obhut der von Recha Freier 1933 in Berlin gegründeten „Kinder- und Jugend-Alijah“, damit sie mit anderen jüdischen Mädchen und Jungen verschiedenen Alters nach Palästina in Sicherheit gebracht werden möge.

    Ihre Reise gleicht einer Odyssee durch gefährliches Terrain, besteht aus vielen Zugfahrten und anstrengenden Fußmärschen in unsicherem Gebiet und führt sie nach Zagreb, nach Slowenien und schließlich ausgerechnet ins faschistische Italien, nach Nonantola in Oberitalien in die „Villa Emma“.

    Durch diesen Film begeben wir Zuschauer uns mit auf die Flucht. Anhand von Einzelbiografien mit Betty als Hauptperson wird geschildert, welchen Strapazen die Kinder und Jugendlichen ausgesetzt waren und wie sie dennoch versuchten, das Beste daraus zu machen und sich ihre Tage an den Orten, an denen sie länger Quartier bezogen, so normal und schön wie möglich zu gestalten. Wir erleben Zwischenmenschliches und Gruppendynamiken, Eifersüchteleien und Neid, aber auch, wie Freundschaften, Zusammenhalt und Verantwortungsgefühl entstehen und die Bereitschaft wächst, füreinander einzustehen, gar Opfer zu bringen.

    Zugleich erhalten wir eine Idee davon, wie viel Mut und Kraft die Erwachsenen für diese Mission aufgebracht haben mussten. Zum einen die, die wie hier im Film Helga (Nina Proll) Josko Indig (Ludwig Trepte,) Marko Schoky (Laurence Rupp), Georg Bories (August Zirner), ohne Verwandte zu sein, aus unterschiedlichen persönlichen Umständen und Motiven heraus die Aufgabe, die Verpflichtung und die Bürde übernommen haben, die Kinder auf die möglicherweise lange, in jedem Fall ungewisse Reise zu begleiten, sie zu beschützen und nach Palästina zu bringen: Welche Entbehrungen musste das für sie bedeuten, wie viel Angst mussten sie gehabt haben, welchen Gefahren waren gerade sie ausgesetzt und wie viel Aufopferungsbereitschaft, Verzweiflung und Überzeugung, das Richtige zu tun, bestand wohl bei ihnen.

    Zum anderen diejenigen, die die jüdische Organisation unterstützen, indem sie Gebäude zur Unterbringung der Flüchtenden zur Verfügung stellten, die Versorgung gewährleisteten oder Bürokratisches erledigten. Auch die Courage und Mitmenschlichkeit der einheimischen Bevölkerung, die durch ihr Schweigen und ihre tatkräftige Mithilfe alle Flüchtlinge schützte, sind hervorzuheben.

    Der in Erdtönen gehaltene, durchweg stark gespielte Film bereitet den Stoff zwar sehr gediegen, nicht aber schwermütig und belastend auf. Vielmehr wird mit dem für die Thematik angemessenen Ernst, aber zugleich optimistischer Frische, zuweilen gar Heiterkeit sowie der pragmatischen Gelassenheit, die der kindlich/ jugendlichen Seele entspricht, ein facettenreiches, einfühlsames, ergreifendes, akribisch recherchiertes, informatives Bild gemalt.

    Der Zeitzeuge Ari Rath (1925 in Wien geboren und 2017 dort verstorben), der selbst einst mit einem Kindertransport von Wien nach Palästina gelangte, stand den Machern beratend zur Seite.

    Gedreht wurde u.a. im echten Nonantola bei Modena.

    Da sehr viele Themen und Personen untergebracht werden, fehlt es der Inszenierung meiner Meinung nach ein wenig an Dichte und Tiefe bzgl. der einzelnen Charaktere. Zudem erschweren die oft recht dunkel gehaltenen Bilder die Erkennbarkeit der Personen und des Handlungsverlaufs.

    „Die Kinder der Villa Emma“ ist nicht nur ein Beitrag zur wichtigen historischen Aufarbeitung, sondern beschäftigt sich mit damals wie heute akuten moralischen Fragen bezüglich des Umgangs mit Ausgrenzung, Abweisung, Verfolgung von Menschen sowie bezüglich der Behandlung von Flüchtlingen, insbesondere „unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“, wie wir sie heute nennen, angesichts von Kriegen, Krisenherden, steigendem Extremismus, Rassismus, Antisemitismus.

    Es ist vor allem ein Film, der an die Menschlichkeit, Solidarität und Hilfsbereitschaft jedes Einzelnen und einer Gesellschaft appelliert. Ich finde ihn daher wichtig und empfehlenswert.

    PS: Die Villa Emma ist ein Gebäude an der Via Mavora und steht ca. zwei Kilometer außerhalb der italienischen Stadt Nonantola bei Modena. Sie wurde 1890 vom Modeneser Architekten Vincenzo Maestri als Sommerresidenz für die Ehefrau Emma Coen des Fabrikanten Carlo Sacerdoti gebaut. In den Jahren 1942/1943 war sie Zufluchtsort für 73 jüdische Kinder vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten. Bis auf einen Jungen, der gefasst und nach Auschwitz deportiert wurde, haben alle Kinder der Villa Emma überlebt. 1945 gelangten sie nach Palästina.

    Etwa 35 Familien, darunter Bauern, Korbflechter und Ladeninhaber, waren an der Rettung der Kinder beteiligt.

    Für ihre selbstlose und mutige Haltung wurden der damals junge Priester Don Arrigo Beccari und der Arzt Giuseppe Moreali in der „Allee der Gerechten unter den Völkern“ der Gedenkstätte Yad Vashem geehrt.

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