Zärtlich

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"Ein Fiebertraum von Freundschaft, Liebe und Besessenheit, so emotional ungeschützt wie meisterhaft ins Werk gesetzt." Booklist
Als Catherine und James sich kennenlernen, ist es Seelenverwandtschaft von Anfang an. Beide sind sie aus der irischen...
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Kommentare zu "Zärtlich"

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  • 4 Sterne

    10 von 16 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    eleisou, 11.10.2016

    Zärtlich beschreibt die innige Freundschaft der jungen Studentin Catherine und James, einem Fotograf-assistenten. Nach ihrem Kennenlernen machen beide das Nacht- und Studentenleben von Dublin unsicher und landen sogar im Bett, obwohl James Catherine deutlich macht, dass er schwul sei. Dieses Ereignis, zusammen mit der hoffnungslosen, nicht erwiderten Liebe Catherines an James ist der Kernpunkt der Buches. Ihre Freundschaft wird hart auf die Probe gestellt und beschert ihrem Leben nicht nur glückliche Momente von da an. Catherine's Zwiespalt von der Theorie zur Wirklichkeit sowie ihre unerklärbare Eifersucht, da sie wissenhaft gehandelt hat, haben mich etwas angestrengt doch James schaffte es mit seinem Humor und Charme dies zu überspringen. Nach seinem Outing habe ich mit ihm mitgefühlt und war traurig mit der Reaktion seines Umfelds. Da das Buch jedoch in dritter Person geschrieben wurde und sich meist mit den etwas zu ichbezogenen Gefühlen Catherines aussernandergesetzt hat, fehlte es mir manchmal an Nähe und ich konnte passagenhaft nicht mit dem Buch warm werden. Als das Buch auch nach der Hälfte etwa seinen Schreibstil änderte und nur noch aus Bruchsätze bestand um die innere Welt der Protagonistin zu beschreiben, fühlte ich mich etwas fremd im Buch. Zum Ende legte sich das wieder aber der Endgeschmack liess mich mit einer komplizierten Freundschaft da, die zwar zum Gedanken machen anregt, aber doch ihre Minuspunkte besass. Deshalb ziehe ich einen Stern ab, würde aber das Buch vom interessanten Thema her gerne weiterempfehlen.

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    janein
  • 3 Sterne

    8 von 13 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    forti, 10.10.2016

    Die achtzehnjährige Studentin Catherine trifft 1997 auf den homosexuellen James. Beide sind jung und lebenshungrig - wollen weg von den Eltern und in der Stadt Erfahrungen sammeln und das Leben genießen. Die beiden sind sich sofort sehr nah. Wir erleben mit den beiden ein intensives Jahr, in dem sich zeigt, dass eine Freundschaft zwischen Mann und Frau Schwierigkeiten birgt.

    Der Roman entführt uns in die Studenten- und Künstlerszene Dublins. Wir bekommen Einblicke in ein Land, das vom Nordirlandkonflikt geprägt ist und in dem eine junge, aufgeschlossene Generation auf Katholizismus und Konservatismus trifft. All dies spielt aber nur eine Nebenrolle - im Mittelpunkt steht Catherine und ihre Beziehung zu James.

    Die Geschichte erzählt - in der dritten Person geschrieben - vor allem von Catherines Gefühlen. Die anderen Protagonisten erleben wir vorwiegend aus ihrem Blickwinkel. Eine interessante Erzählperspektive, die aber manchmal auch einseitig und etwas langgezogen wirken kann.

    Ein langsamer Entwicklungsroman über eine Freundschaft zwischen einem jungen Mann und einer jungen Frau.

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    janein
  • 3 Sterne

    8 von 14 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Miss.mesmerized, 01.10.2016

    Gerade die Schule beendet, freut sich Catherine auf das Studentenleben in Dublin, weit entfernt von der konservativen Familie auf dem Land. In ihrer WG ist sie sich schnell angekommen und fühlt gut aufgenommen. Als ihr Vormieter zu Besuch kommt, ist es um sie geschehen: sofort verliebt sie sich in den smarten James, der gerade ein Jahr in Berlin als Assistent eines berühmten Fotografen verbracht hat. Doch die Liebe kann nicht erwidert werden, denn James ist schwul. Auch wenn die Gesetzeslage in Irland Ende der 1990er Homosexualität nicht mehr unter Strafe stellt, ist dies doch immer noch weit davon entfernt, gesellschaftlich akzeptiert zu werden. James geheimes Leben wird durch die öffentliche Zuneigung und enge Beziehung zu Catherine kompensiert. Diese verschließt lange die Augen vor der Realität und will nicht wahrhaben, dass diese Liebe nie existieren wird.

    Das Buch klang nach sehr viel Gefühl und Zuneigung zwischen zwei Menschen. Leider konnte der Roman mich so gar nicht packen. Die beiden Protagonisten bleiben mir fremd und konnten mich zu keinem Zeitpunkt der Handlung wirklich überzeugen, die Beziehung war mir zu wenig glaubwürdig und die Erzählweise mit unzähligen Sprüngen nach vorne und zurück hat auch nicht unbedingt dazu beigetragen, die Entwicklung der beiden zu verdeutlichen. Auch das Ende, viele Jahre später, weitgehend nichtssagend, war irgendwie überflüssig. Die Handlung an sich finde ich thematisch immer noch interessant, auch wenn es schwer nachzuvollziehen ist, wie Homosexualität Ende der 90er in einer europäischen Hauptstadt so verachtet gewesen sein soll.

    Alles in allem, leider eine Enttäuschung, viele gefüllte Seiten ohne Inhalt und Leidenschaft.

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    janein
  • 4 Sterne

    9 von 17 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Larissa D., 30.10.2016

    Das Cover des Buches ist ein Blickfang, man wird sofort neugierig auf den Inhalt, der dann auch den Leser nicht enttäuscht. Der Roman „Zärtlich“ von Belinda McKeon beschreibt die Studenten- und Künstlerszene Dublins in den späten 90-ger und erzählt die Geschichte von 18-jähriger Kunststudentin Catherine Reilly. Sie lernt in Dublin den homosexuellen James kennen und weißt sofort, sie sind seelenverwandt. Beide kommen aus der Provinz, wollen sich von dem Elternhaus abnabeln, eigene Erfahrungen sammeln und die Freiheit ausleben.
    Der Roman hat mir insgesamt gut gefallen. Die Handlung ist gut durchdacht und Charaktere sind sehr authentisch dargestellt. Belinda McKeons Sprache stellt die Emotionen der Protagonisten sehr lebendig dar. Es ist ihr sehr gut gelungen, diese eher schwierige Thematik trefflich und stimmig auszuarbeiten. Eine schöne und gefühlsvolle Geschichte um die Freundschaft zwischen Mann und Frau, Homosexualität und Großstadtleben, wenn auch ohne Happy End – was soll’s – schadet dem Buch auf keiner Weise.
    Ich finde das Buch durchaus lesenswert und kann weiter empfehlen.

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    janein

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