Worte in meiner Hand

Roman. René Descartes und Helena Jans van der Strom. Eine wahre Geschichte, ein literarischer Liebesroman

Guinevere Glasfurd

Durchschnittliche Bewertung
5Sterne
6 Kommentare
Kommentare lesen (6)

5 von 5 Sternen

5 Sterne6
4 Sterne0
3 Sterne0
2 Sterne0
1 Stern0
Alle 6 Bewertungen lesen

Schreiben Sie einen Kommentar zu "Worte in meiner Hand".

Kommentar verfassen
1630: Helena Jans van der Strom arbeitet als Magd bei einem Buchhändler in Amsterdam. Ein großes Glück für sie. Denn sie liest und schreibt und kann ihrer Leidenschaft heimlich nachgehen. Der neue Hausgast ihres Herrn...

Früher 18.00 €*
Jetzt nur

Buch5.99 €

Sie sparen 67%

In den Warenkorb

* Frühere Preisbindung aufgehoben

lieferbar

Bestellnummer: 6129332

Auf meinen Merkzettel
Ihre weiteren Vorteile
  • Selbstverständlich 14 Tage Widerrufsrecht
  • Per Rechnung zahlen

Das könnte Ihnen auch gefallen

Kommentare zu "Worte in meiner Hand"

Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:alle
Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    SteffiKa, 03.09.2015

    !!Achtung enthält Spoiler!!

    Inhalt (übernommen)

    Hollands Goldenes Zeitalter, Amsterdam und seine wohlhabenden Bürger ziehen Künstler und Intellektuelle an. Auch das Haus, in dem die junge Helena als Magd beschäftigt ist, hat einen neuen Gast. Helena ist angewiesen, ihn nur "Monsieur" zu nennen. Es ist ein noch unbekannter Philosoph aus Frankreich, sein Name ist René Descartes. Von nun an ist das Haus erfüllt von der inspirierenden Präsenz des schreibenden Fremden. Er weckt in Helena einen Wissensdurst, der anderen bislang verborgen war, und er ist begeistert von ihrer Auffassungsgabe und ihrem Talent zu schreiben. Sie wiederum ist betört von seiner sanften Art und seiner oft überraschenden Sicht auf die Dinge.
    Sie verlieben sich, was unmöglich ist.

    Charaktere

    Die Geschichte wird aus der Sicht von Helena erzählt: Eine junges 17-jähriges Mädchen, die von zu Hause weggeschickt wird und als Magd bei Mr. Sergeant eine Anstellung findet.
    Wir dürfen sie acht Jahre lang auf ihrem Weg begleiten. Dieser ist voll von Arbeit und Zweifel, aber auch - als sie Descartes kennen lernt - voll von Gefühl und Wissensdurst. Helena entwickelt sich zu einer starken, selbstbewussten Frau, die weiß was sie will und auch mal gegen den Strom schwimmt.

    René Descartes lernen wir als ruhelosen Wissenschaftler kennen, der sehr zurückgezogen mit seinem Limousin - seinem Diener - lebt. Erst als er Helena trifft, bekommt er eine andere Sicht auf manche Dinge , ja teilweise lernt er von ihr sogar alltägliche Dinge. Er setzt sich für sie ein, besorgt ihr Papier und Tinte und übt und vertieft mit ihr das Schreiben, das Helena von ihrem Bruder Thomas gelernt hat.
    Als Helena schwanger wird, schickt er sie weg, kümmert sich aber darum, dass sie und ihr Kind trotzdem finanziell versorgt sind. Auch später, als die beiden dann versteckt an Rande des Meeres leben, glaube ich, dass es für Descartes das Maximum war, das er den beiden geben konnte, und dass er Helena wirklich geliebt hat - eben auf seine Art.

    Schreibstil

    Das Buch überzeugt mit einer tollen Sprache, die nicht zu "alt" (manchmal merkt man nicht einmal, dass man sich im Jahr 1632 ff befindet) und voller Poesie, tollen Wörtern und Sätzen ist. Ein feiner Humor hat mich manchmal schmunzeln lassen.
    Auch holländische und französische Begriffe wurden manchmal benutzt: Die holländischen haben sich gut in das Erzählte eingefügt, allerdings waren mir die französischen zu viel: Ich musste öfters nachschlagen und war so aus dem Geschehen rausgerissen.

    Fazit

    Ein besonderes Buch mit einer besonderen Liebesgeschichte aus der Sicht Helena´s erzählt: Zugreifen!
    Wer sich allerdings erhofft hat, Descartes näher oder besser kennen zu lernen, könnte vielleicht hier enttäuscht sein.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    4 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    vielleser18, 28.08.2015

    "Ein Buch - es kann, es muss in Erstaunen versetzen." S. 130

    1634, Amsterdam. Die junge Magd Helena arbeitet und lebt im Haus des Buchhändlers Thomas Sergeants. Dieser beherbergt öfters Gäste. Diesmal ist es René Descartes und sein Diener Limousin. Anfangs bekommt Helena wenig mit von dem berühmten Gast, arbeitet er doch anscheinend Tag und Nacht in seinem Zimmer an einem Buch. Doch als er ihr nach einer Feier im Haus zu Hilfe kommt, entwickeln sich Gespräche und eine Beziehung. Eine Beziehung, die sie verheimlichen müssen.

    "Ein Baum war vielleicht mit der Erde verwurzelt, aber kam nicht der Wind, der hindurchwehte, und die Vögel, die darin nisteten, von weit her ? Ich würde nie nach Frankreich kommen oder an Orte, die er erwähnte. Aber ich hatte Augen und Ohren - ich hatte Landkarten gesehen und Mr. Sergeants Titelblätter gelesen. Nach und nach konnte ich diese Orte zu mir holen." S. 119


    Die Autorin Guinevere Glasfurd hat mich vor allem durch solche Sätze bezaubert. Sie schildert die historisch belegte Beziehung zwischen der Magd Helena Jans van der Strom und René Descartes. Sie lässt Helena erzählen, aus ihren Augen, ihrer Sicht, erleben wir als Leser ihre Gedanken, ihre Gefühle. Diese sind zwar aus der literarischen Feder der Autorin, doch sie hat sie an dem belegten Begebenheiten und dem historischen Kontext angelehnt.

    Mich hat das Buch bezaubert, berührt und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Man fühlte sich zurück versetzt in das 17. Jahrhundert und konnte sich die Protagonisten und das Umfeld sehr gut vorstellen. Es ist eine Zeit, in der es nicht üblich war, dass Mädchen/Frauen lesen und schreiben konnten. Eine Zeit, in der man in der Rolle, in die man hineingeboren war, meist blieb. Beziehungen, die getrennt durch Religion, Stand und Ansehen waren, durfte und konnte es nicht geben. Dennoch gab es sie. Heimlich, versteckt. Doch was bedeutet diese Heimlichkeit für eine Beziehung ? Guinevere Glasfurd hat dies sehr bewegend geschildert.

    Es ist ein auf und ab an Gefühlen, die die Autorin hier durch Helenas Leben dargestellt, vermittelt. Ein Leben, dass ganz anders verlief als heutzutage.
    Der berühmte Philosoph, Mathematiker und Naturwisschenschaftler Descartes spielt zwar eine wichtige Rolle in diesem Buch, ist dennoch nicht die Hauptfigur. Es geht nur am Rande um seine Entdeckungen und Schriften, es geht hauptsächlich um die Beziehung der beiden und ihr Leben.
    Übrigens empfehle ich jedem künftigen Leser erst hinterher zu googeln!

    "Obwohl er tief blicken konnte, hatte er nicht weit geblickt". S. 219

    Ich könnte noch etliche solcher schönen Sätze zitieren, die deutlich machen, dass es sich hier zwar um eine historische Liebesgeschichte handelt, aber diese dennoch sehr sprachgewaltig ist und auf keinem Fall seicht ist.

    Fazit:
    Sprachgewaltig, fesselnd, bewegend.
    Für mich war dieses Buch eine wahres Highlight !

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
mehr KommentareAlle Kommentare

Mehr Bücher des Autors

0 Gebrauchte Artikel zu „Worte in meiner Hand“

ZustandPreisPortoZahlungVerkäuferRating