Und damit fing es an

Roman

Rose Tremain

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"Manchmal geschehen Dinge eben erst spät im Leben."

Gustav Perle ist ein zurückhaltender Mann. Er wuchs in den 1940er-Jahren allein bei seiner Mutter Emilie in ärmlichen Verhältnissen im schweizerischen Matzlingen auf - und schon damals hat er...

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  • 2 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gerlinde R., 21.08.2016

    Und damit fing es an, von Rose Tremain

    Cover:
    Zwei Jungen in nostalgischer Kleidung und Schlittschuhen (Eine Szene aus dem Buch).

    Inhalt:
    Das Leben von Gustav und Anton, in der Schweiz, von 1947 bis 2002, wird erzählt.
    Und nicht nur ihr Leben, auch das ihrer Familien, das der Gesellschaft dieser Zeit und etliche Rückblicke.
    Auch das Problem der Juden (auch kurz vor dem Krieg und im Krieg) wird Thema.

    Meine Meinung:
    Der Einstieg in die Geschichte, als die beiden Jungen im Kindergarten aufeinandertreffen und Freunde werden, war sehr vielversprechend.
    Eine harte Zeit, zwei unterschiedliche Gesellschaftsschichten.
    Doch dann wurde es für mich zum Bericht. Episode wird an Episode gereiht und die Gefühle werden mir nicht klar genug definiert und wurden für mich auch nicht transportiert. Dadurch wirkt das Ganze für mich sehr zäh, teilweise richtig ermüdend.
    Richtig gestört haben mich die vielen "Erotikszenen" mit recht derber Wortwahl, hat für mich irgendwie gar nicht gepasst, ist so gar nicht meins.

    Autorin:
    Rose Tremain, geb. 1943, wuchs in London auf. Sie veröffentlichte Kurzgeschichten und Romane, schrieb aber auch für Film, Funk und Fernsehen.

    Mein Fazit:
    Zu Beginn fand ich das Buch ganz spannend.
    In welche Richtung entwickelt es sich wohl, was wird aus der Freundschaft der beiden Jungen?
    Doch durch die neutrale (ich finde distanzierte) Erzählweise, konnte ich die Emotionen nicht nachfühlen, ich konnte keine Beziehung zu irgendeinem Protagonisten oder zur Handlung aufbauen.
    Deshalb von mir 2 Sterne.

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    janein
  • 5 Sterne

    Jenny V., 24.10.2016

    " Und jetzt, dachte er, befinde ich mich selbst im Mittelland meines Lebens, und alles um mich herum brüllt mich an und will, dass ich mein Verhalten und meine Ansichten ändere, und das bringt mich noch um."

    Inhalt
    Gustav Perle und Anton Zwiebel lernen sich als Schuljungen kennen und werden fast sofort beste Freunde. Obwohl der begabte Anton in ganz anderen Kreisen verkehrt als der Halbwaise Gustav, verbindet sie eine ungebrochene Zuneigung und Nähe. Die Gewissheit, dass der andere einen versteht, ganz egal, wie die Gedanken strukturiert sind, schenkt ihnen Lebensvertrauen. Doch im fortgeschrittenen Alter bietet sich Anton endlich die Möglichkeit, seinen lang gehegten Wunsch, als gefeierter Klavierspieler wahr zu machen und er verlässt seine Heimat und alles, was ihm bisher etwas bedeutet hat. Nur bleibt die bange Frage, ob er nicht die falsche Entscheidung getroffen hat und sein Herz längst woanders schlägt?

    Meinung
    Dieses Buch konnte mich absolut überzeugen, weil es trotz seiner Stille so viel Aussagekraft und gedankliche Ansätze schafft, dass man über alles traurig-dramatische nachdenken möchte, aber auch über die Glücksmomente des Lebens, über die wichtigen Pfeiler im Erschaffen eines Selbstbildes und über die schicksalhaften Entwicklungen, denen man als Individuum manchmal nichts entgegensetzten kann. "Und damit fing es an" ist nicht nur ein Roman über eine besondere Freundschaft, sondern auch über verschiedene Lebensentwürfe und den Lauf der Dinge.

    Rose Tremain, von der ich nun gerne noch weitere Bücher kennenlernen würde, erzählt in zwei Handlungskomplexen. Zum einen schildert sie den Beginn und den Verlauf einer innigen Beziehung zwischen zwei Männern, zum anderen entwirft sie eine Vorgeschichte, die viele Zusammenhänge verdeutlicht und das Gesamtbild harmonisch abrundet.

    Besonders gelungen empfand ich die Charakterisierung der beiden Hauptprotagonisten. Der eine stammt aus einem lieblosen, ärmlichen Elternhaus und findet sein Lebensglück in der Leitung eines Hotels. Der andere möchte seit Kindheitstagen ein erfolgreicher Pianist werden, scheitert zunächst an seiner Scheu, später an seiner Mittelmäßigkeit. Und diese beiden bleiben sich treu, durch alle Strömungen, Hindernisse und Tiefschläge. Obwohl sie sich immer weiter entfremden bleibt das Gefühl bestehen, in dem anderen das gefunden zu haben, was der eigenen Persönlichkeit fehlt. Wirklich eine ganz hervorragende Aussage für ein Menschenleben.

    Auch die Einbindung der Nebenprotagonisten mit Ecken und Kanten und menschlich fehlerhaften Verhaltensweisen, wurde intensiv und schlüssig vorgenommen, so dass es viele weitere Punkte gibt, die mich ansprechen konnten. Wofür leben wir? Was verleugnen wir? Was verschweigen wir? Und warum fällt es uns Menschen so schwer, ehrlich zu uns selbst zu sein? Dieser Roman spricht sehr philosophische Themen an, ohne sie gezielt zu fokussieren. Die wichtigen Fragen ergeben sie mehr aus dem Gesamteindruck des Buches.

    Das Thema Homosexualität wird hier aufgegriffen, doch steht es nicht im Zentrum des Geschehens. Lediglich die Aussage, dass es vollkommen egal ist, wen wir lieben, solange wir ihn lieben.

    Fazit
    Ich vergebe volle Punktzahl für diesen ansprechenden Roman über menschliches Verhalten in engen Beziehungen, für eine kraftvolle, nachdenklich stimmende Erzählweise mit Nachklang. Ich empfehle diesen Roman uneingeschränkt weiter, vor allem an Leser, die sich gerne mit den "großen" Fragen des Lebens konfrontiert sehen und die Entscheidungen oder Unterlassungen gerne beurteilen bzw. sich damit auseinandersetzen möchten. Einer der wenigen Romane, die es geschafft haben, aus einer melancholischen Grundstimmung heraus einen positiven Ausgang zu schaffen, allein durch die Einsicht und die Bereitwilligkeit der Protagonisten zur Veränderung - geboren aus dem Gefühl der Liebe.

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    janein
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