Scherbennacht

Kriminalroman

Nicole Neubauer

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Guter Bulle, böser Bulle, toter Bulle ...

Ein Polizistenmord erschüttert die Münchner Mordkommission. Der Drogenfahnder Leo Thalhammer wurde mit seiner eigenen Dienstwaffe erschossen. Kommissar Waechter und sein Kollege Brandl ermitteln in...

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Kommentare zu "Scherbennacht"

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  • 5 Sterne

    3 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    claudi-1963, 15.01.2018

    "Dumm ist, wer glaubt, Geschehenes durch Worte ungeschehen zu machen." (Titus Maccius Plautus)
    Der Mord am Drogenfahnder Leo Thalhammer erschüttert die Münchner Mordkommission. Von der eigenen Dienstwaffe erschossen, findet man den Ermittler in seinem Auto auf einem abgelegenen Kiesplatz vor. Sandra Benkow (Sunny) eine junge Polizistin der Spezialeinheit USK, hat ihn dort vorgefunden. Das Team von Hauptkommissar Michael Waechter wird an den Tatort gerufen und hat einiges zu tun, um diesen Polizistenmord zu lösen. Da sie alle Hände voll zu tun haben muss auch Kommissar Hannes Brandl, der seinen letzten Einsatz fast mit dem Leben bezahlt hat, ebenfalls wieder ermitteln. Seiner Kollegin Elli ist nicht wohl dabei, das ausgerechnet er jetzt schon eingesetzt werden soll. Die einzige Zeugin ist eine illegale, drogenabhängige Frau doch niemand weiß, ob sie noch lebt oder nur abgetaucht ist. Im aufgewühlten München, zwischen Demonstration, Straßenschlachten und brennenden Polizeiautos eskaliert die Lage. Doch die Spur führt immer wieder in die eigenen Reihen der Polizei zurück. Was verheimlichen die Ermittler der Spezialeinheit der USK vor ihnen? Hat Thalhammers Vergangenheit etwas mit dem Mord zu tun?

    Meine Meinung:
    Nach dem mich das letzte Buch "Moorfeuer" doch ein wenig enttäuscht zurückgelassen hatte, hat mich die Autorin mit diesem Band total überrascht. Die Ermittlungen waren informativ, realitätsnah, spannend und ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt. Im Gegenteil gebannt hing ich an den Seiten und war fasziniert von dem interessanten Plot. Auch die Ermittler, von denen der Leser wieder sehr viel aus ihrem Privatleben erfährt, konnten mich diesmal überzeugen. Der Fall schlängelt sich für mich wie eine Achterbahnfahrt durch das Buch und habe bis zum Ende mitgefiebert wer der Täter ist und wie alles ausgeht. Der Schreibstil ist flüssig, sehr gut und das Cover passt mal wieder sehr gut zum Inhalt. Von Vorteil ist sicher, wen man den Vorband schon vorab kennt, um sich besser in den noch immer leicht traumatisierten Hannes Brandl zu versetzen. Diesmal hatte ich wirklich das Gefühl einen spannenden Krimi zu lesen und mitten im Geschehen dabei zu sein. Ein wirklich überzeugender Krimi, den Nicole Neubauer hier inszeniert hat und den ich den Lesern nur weiterempfehlen kann. Nach diesem fesselnden Fall freue ich mich nun auf eine Fortsetzung, danke dem Blanvalet Verlag für das Leseexemplar und vergebe 5 von 5 Sterne.

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    janein
  • 5 Sterne

    3 von 7 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Gaby H., 28.09.2017

    Auf einem ehemaligen Sportplatz in München-Schwabing wird der Drogenfahnder Kriminalhauptkommissar Leo Thalhammer mit einem Kopfschuss in seinem Wagen aufgefunden. Polizeiobermeisterin Sandra "Sunny" Benkow, die einzige Frau im Unterstützungskommando Bayern USK, die hier mit einem Kollegen verabredet war, findet den Toten. Michael Waechter und sein Team haben alle Hände voll zu tun. Sie stoßen nicht nur auf eine Mauer aus Schweigen oder Unkooperativität, sie müssen sich aus mit ihren eigenen Dämonen wieder auseinander setzen.

    Nach „Kellerkind“ und „Moorfeuer“ ist dies der 3. Fall, den ich zusammen mit den Kommissaren Waechter, Brandl, Schuster und dem Hüter des Schweigens lösen darf. Auch wenn man die ersten beiden Fälle nicht kennt, hat man keine Schwierigkeiten, dem Geschehen hier zu folgen. Ich lerne allerdings die Personen gerne von Anfang an kennen und verfolge so viel besser ihren Werdegang.

    Besonders der Erste Hauptkommissar Michael Waechter, ein bekennender Löwen-Fan, mit seinen Ecken und Kanten, mit seiner Kauzigkeit, der sich aber auch mal öffnet, gefällt mir als Charakter sehr gut. Aber auch Kommissar Hannes Brandl, der sich noch von seinem letzten Fall erholen müsste, wird zur neu gegründeten Sonderkommission hinzugezogen. Seine innere Zerrissenheit und seine Verletzlichkeit kommen hier sehr gut zur Geltung. Einerseits Polizist mit Leib und Seele, andererseits Familienvater mit seiner schwangeren Frau Jonna, seiner 16-jährigen Tochter aus erster Ehe und seinen beiden kleinen Kindern, ein sehr interessanter Charakter, den ich sehr mag. Aber auch die anderen Protagonisten ergänzen und vervollkommnen die Geschichte zu einem Ganzen.

    Themen wie Gentrifizierung, rechte und linke Gruppierungen und Rauschgift sind derzeit absolut aktuell und in aller Munde. Dazu eine vor Jahren aus dem Ruder gelaufene Überprüfung, die bis heute nicht aufgearbeitet scheint. Die Autorin versteht es ausgezeichnet, drumherum eine Story zu konstruieren, die mich nicht mehr los gelassen hat.
    Nicole Neubauer hat einen so ansprechenden, ergreifenden und mitreißenden Schreib- und Erzählstil, dass man sofort in die Geschichte und in die Ermittlungen hineingezogen wird. Ich war Tag und Nacht mit den Kommissaren, die bis an ihre physischen und psychischen Grenzen gehen unterwegs. Spannung ab der ersten Seite ist garantiert, auch wenn die Ermittlungen hier und da nur schleppend voran gehen. Aber auch die kleinste Bagatelle fügt sich in die Spannung ein und lässt den Bogen bis zum Schluss hoch und konstant gespannt. Ja, der Schluss. Meine Ermittlungen hatten sich schon in die richtige Richtung bewegt, aber mit diesem Ergebnis hatte ich nun wirklich nicht gerechnet.

    Ein Fall, der genau in unsere Zeit passt, der mich hat mitfiebern lassen, der aber auch nachdenklich macht. Scherbennacht bekommt von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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    janein
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