N oder M?

Ein Fall für Tommy und Tuppence

Agatha Christie

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Niemand würde hinter Tommy und Tuppence Beresford ein ausgefuchstes Ermittlerduo vermuten - doch genau das sind sie. Und weil sie so harmlos daherkommen, werden sie kurz nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erneut vom britischen Geheimdienst...

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Kommentare zu "N oder M?"

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  • 4 Sterne

    Rinoa, 17.08.2019

    Man schreibt das Jahr 1940, der zweite Weltkrieg tobt und zieht seine Kreise bis nach England. Tommy und Tuppence Beresford, im ersten Weltkrieg noch als Spione für ihr Land tätig, langweilen sich, denn offenbar werden ihre Dienste nun nicht mehr benötigt.
    Aber dann erinnert man sich ihrer doch noch und sie werden in geheimer Mission in die Pension Sans Souci nach Leahampton geschickt, denn dort soll sich ein deutscher Agent der so genannten fünften Kolonne aufhalten – N oder M.
    Und bald ist das Ehepaar mittendrin im beschaulichen Leben von Sans Souci. Jeder Bewohner scheint genauso harmlos zu sein wie der andere, und doch ist jeder auch ein Verdächtiger.

    Hercule Poirot und Miss Marple kennt wahrscheinlich fast jeder, Agatha Christies Ermittler-Ehepaar Tommy und Tuppence Beresford ist allerdings eher unbekannt, was sie jedoch nicht weniger sympathisch und ihre Fälle nicht weniger interessant macht.
    Obwohl es sich hier nicht so sehr um einen Krimi, sondern vielmehr um einen Spionage-Roman handelt, ist er doch in der Agatha Christie eigenen Art geschrieben. Schrullige und liebenswerte Charaktere, unterhaltsame Dialoge und eine manchmal etwas sehr saloppe Ausdrucksweise – vor allem in Bezug auf den Krieg. Allerdings nicht ohne eine gewisse Authentizität, schließlich wurde „N oder M?“ auch während des zweiten Weltkriegs geschrieben. (Und wurde früher bereits unter dem Titel „Rotkäppchen und der böse Wolf“ veröffentlicht.)

    Tommy und Tuppence Beresford kommen in Sans Souci langsam aber sicher dem deutschen Spion immer näher, vorher legt Agatha Christie allerdings die ein oder andere falsche Spur, bis hin zum (für mich einmal mehr überraschenden) Ende.
    Alles in allem ein typischer Agatha Christie: Kurzweilig, unterhaltsam, mit Köpfchen und Humor. Von mir eine klare Leseempfehlung.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Christina P., 22.07.2019

    Ehepaar Beresford liebt die Gefahr
    Mit "N oder M" habe ich ein mir bisher unbekanntes Ermittlerduo aus Agatha Christies Feder kennenlernen dürfen. Das britische Ehepaar Tuppence und Tommy Beresford hat bereits während des Ersten Weltkriegs Spionagearbeiten für ihr Land erledigt. Nun ist der Zweite Weltkrieg ausgebrochen, die Kinder sind bereits aus dem Haus, aber niemand hat Verwendung für die beiden. Da bekommt Tommy offiziell einen harmlosen Bürojob angeboten, der sich als heimlicher Geheimdienst-Einsatz entpuppt. Als Privatperson ist er als unbekanntes Gesicht ideal, um einen Maulwurf zu enttarnen. Die pfiffige Tuppence bekommt natürlich Wind davon und reist ebenfalls getarnt an, um in dem gemütlichen Seebad nach dem Landesverräter Ausschau zu halten. Doch es stellt sich die Frage, ob Mann oder Frau, N oder M?
    Das Ehepaar Beresford sieht einfach nicht ein, als altes Eisen abgestempelt zu werden, statt im Krieg dem Vaterland zu dienen. Da sie keine echten Spione sind, gehen sie teilweise recht unkonventionell an die Sache heran. Dabei war es amüsant zu lesen, wie sich nach und nach alle möglichen Leute unter Verdacht hatten und sich ihre Begründungen immer entsprechend zurecht bogen, ohne jedoch passende Beweise zu haben.
    Wie von der Autorin gewohnt, werden immer mal wieder Hinweise eingestreut, welche auf den oder die Verräter/in hinweisen, man als Leser aber vielleicht nicht immer als solche erkennt. Ebenso haben sowohl der Verräter als auch das Ehepaar ein paar Spionagetricks auf Lager, die selbst nach rund 80 Jahren noch für die ein oder andere Überraschung sorgen. Und am Ende gerät das Paar sogar in Lebensgefahr.
    Ein in sich stimmiger und unterhaltsamer Spionage-Krimi mit einem vom Geheimdienst beauftragten Ehepaar.

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    janein
  • 4 Sterne

    2 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    yellowdog, 31.05.2019

    Die Tommy und Tuppence-Romane sind eine Besonderheit im Werk der Autorin, da es nur relativ wenig Teile der Reihe gab, diese aber über den Lebensweg verteilt waren. So zählten sie zu den frühen wie zu dem letzten Roman von A.Christie überhaupt.
    M oder N ist ein mittlerer Teil und 1940 angesiedelt. Da der Roman auch zu dieser Zeit entstanden ist, besitzt er eine glaubhafte Authentizität.

    Tommy und Tuppence Beresford engagieren sich inkognito für den Geheimdienst um einen Verräter in eigenen Reihen zu entlarven.
    Die beiden Protagonisten haben unterschiedliches Temperament und ergänzen sich gut. Tuppence wagt mehrmals der besonnene Tommy und sie ist der Kopf des Teams.
    Ihre teils ironischen Dialoge sind der Reiz an dem Roman. Die eigentliche Spionagegeschichte ist eher von der Stange, wobei das Rätselraten, wer der oder die Verräter sind, schon reizvoll sein kann.

    Erfreulich, dass sich ein Verlag so treu um das Werk der Autorin kümmert und auch unbekanntere Romane neu herausgibt.

    Der Roman wurde übrigens auch als Teil der Fernsehserie Partners in Crime verfilmt, wenn auch nicht gerade werkgetreu.

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    janein

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