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Morphium, Mokka, Mördergeschichten

Wien zur Zeit Joseph Maria Nechybas
 
 
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Joseph Maria Nechyba, der Kult-Ermittler aus dem alten Wien, ganz persönlich: Als 13-jähriger Knabe, der einem Gespenst in den Maurer Weinbergen nachspürt und später als junger Polizeiagent bei der Eröffnung des Wiener Burgtheaters, wo er dem Prinzen von...
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Kommentare zu "Morphium, Mokka, Mördergeschichten"
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  • 5 Sterne

    2 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Vampir989, 07.09.2019 bei Weltbild bewertet

    Klapptext:


    Joseph Maria Nechyba, der Kult-Ermittler aus dem alten Wien, ganz persönlich: Als 13-jähriger Knabe, der einem Gespenst in den Maurer Weinbergen nachspürt und später als junger Polizeiagent bei der Eröffnung des Wiener Burgtheaters, wo er dem Prinzen von Wales als Leibwächter dient. Nechyba trifft einen genervten Sigmund Freud und verhaftet Wilhelm Kerl, den Betreiber des Café Landtmann.
    Begleiten Sie Joseph Maria Nechyba durch das alte Wien sowie bei Ausflügen zur Basilika in Maria Taferl oder ins oststeirische Schloss Kapfenstein.

    Ich kenne schon viele Bücher von Gerhard Loibelsberger.Deshalb waren meine Erwartungen natürlich sehr groß.Und wieder wurde ich nicht enttäuscht.
    Der Autor präsentiert uns hier 13 Kurzkrimigeschichten welche im alten Wien um 1900 spielen.Jede Geschichte hat ihre eigene Handlung und spielt an einem anderen Ort in Wien.So erleben wir die unterschiedlichsten Charaktere und lernen viele tolle Sehenswürdigkeiten von Wien kennen.Nur der Ermittler ist immer Joseph Maria Nechyba.Auch baut der Autor in jede Geschichte die Kulinarik mit ein.Toll wie er Gerichte beschreibt.Ich hätte am liebsten gleich alles ausprobiert.Es handelt sich hier um teilweise echte,fiktive,humorvolle und tragische Geschichten.Alle Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir gut vorstellen.Auch der wienerische Dialekt hat mir sehr gut gefallen.Das gibt den Kurzgeschichten noch mehr Charme dazu.Durch die sehr ansprechende und fesselnde Erzählweise des Autors wurde ich förmlich in jede Geschichte hinein gezogen.Fasziniert hat mich besonders Ermittler Joseph Maria Nechyba.Seine etwas eigene Art zu ermitteln hat mich begeistert.Viel zu schnell war ich am Ende des Buches angelangt.Ich hätte noch ewig weiter lesen können.
    Ewähnenswert ist auch noch ein Glossar am Ende des Buches.
    Auch das Cover finde ich sehr gut gewählt.Es passt perfekt zu diesen Geschichten.Für mich rundet es das brillante Werk ab.
    Ich hatte viele unterhaltsame Stunden mit dieser Lektüre.Natürlich vergebe ich glatte 5 Sterne .

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    ja nein
  • 5 Sterne

    1 von 1 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Christine S., 25.08.2019 bei Weltbild bewertet

    Den Werdegang von Joeph Maria Nechybas, wird als Kieberer das ist ein Polizist bei uns in kleinen Episoden von 1873 bis 1917, in dem er als kleiner Rotzjunge bis hin als Oberinspektor in der Maria Taferl mit dem Militär zu Tun bekommt. Der Nechbas scheint ein ziemlich unsympathischer Zeitgenosse zu sein, der ständig am Essen und Trinken ist, aber so sieht er auch aus, relativ groß und gewichtig walzt er sich durch die Menschen. Er weiß was lecker ist und ihm gut schmeckt und kennt eine Vielzahl an Lokalitäten und das sind beileibe nicht wenige in Wien. Das Buch ist sehr interessant zu lesen vor allem in der Zeit in der es spielt. Er ist ab und zu unkorrekt zu seinen Verdächtigen hab ich herausgelesen und hat ab und zu auch mal zugeschlagen, aber je älter er wird desto gemütlicher wird er aber auch und kann so mansche tat auch nachvollziehen und auch verstehen. Der Schreibstil ist gut zu lesen am Ende ist ein Glossar wo alle Begriffe beschrieben sind, ich hätte mir gewünscht ein paar Rezepte dort zu finden, wo es doch so viel vom Essen geschrieben wurde. Ab und zu hab ich fast Hunger bekommen, die Sprache das Wienerisch hab ich gut verstanden und fand es echt amüsant und sehr schön. Mir hat es trotzdem sehr gut gefallen. Am besten die Geschichte mit den Nechybas Nemisis da musste ich echt herzhaft lachen.

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    ja nein
  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    mabuerele, 05.09.2019 bei Weltbild bewertet

    „...Wissen Sie, Nechyba, das ist das Schönste an unserer Wienerstadt: Zum Glück passiert hier nie wirklich was...“

    Wer die Geschichte zu diesem Zitat kennt, weiß: Das ist Ironie pur. Doch genauer komme ich später dazu.
    Das Buch beinhaltet 13 Kriminalgeschichten aus dem historischen Wien. Im Mittelpunkt steht der Ermittler Joseph Maria Nechyba, Wiener mit Leib und Seele. Die erste Erzählung stammt aus dem Jahre 1873, die letzte von 1917.
    Damit erreicht der Autor zwei Dinge. Zum einen kommen die veränderten gesellschaftlichen Verhältnisse in Österreich zum Tragen, zum anderen ist bei Nechyba selbst eine Entwicklung spürbar.
    Der Protagonist ist ein vielschichtiger Charakter. Häufig zeigt sich:

    „Seine Verhörmethoden waren zwar effizient, aber nicht korrekt...“

    Das bedeutet, er konnte auch einmal handgreiflich werden. Dies ändert aber nichts daran, dass er ein guter Ermittler war. Nicht zu unterschätzen ist sein Blick für scheinbar unwesentliche Details. Das zeigt sich erstmals in der Eingangsgeschichte. Da ist er 13 Jahre alt und klärt den Tod von Tonis Großmutter auf. Scheu und Berührungsängste vor Leichen hatte er schon damals nicht. Natürlich ist ihm durch den Beruf seinen Vaters, der Unterkommissär ist, Polizeiarbeit bekannt.
    Der Schriftstil lässt sich gut lesen. Der Wiener Dialekt gibt den Geschichten ihre lokale Authentizität. Gleichzeitig fließen in die Erzählungen detaillierte Beschreibungen des historischen Wiens und seiner Umgebung ein.
    Nechyba ist ein Genießer. In Zeiten, in denen es an Speis` und Trank mangelt, ist er nur schwer zu ertragen. Für einige seiner Leibspeisen wird die Herstellung ziemlich konkret angegeben. Bier auf Arbeit ist die Regel, nicht die Ausnahme. Das klingt dann so:

    „...Wenn Er schon da ist, Pospischil, dann kann Er mir gleich einen Gefallen tun: Geh Er runter zum Wirt und hol ER mir einen Krügerl Bier. Damit ich die Semmel nicht so trocken runterwürgen muss...“

    In ein paar Geschichten kommt der weiche Kern von Nechyba zum Tragen. Ich denke dabei insbesondere an die Erzählung „Nur noch Asche“.
    Ab und an spielt das Thema Toleranz eine wichtige Rolle. Nechyba schaut genauer hin und lässt sich nicht von Vorurteilen beeinflussen. Die gesellschaftlichen Verhältnisse und der Wille des Beschuldigten sorgen allerdings dafür, dass das Recht gern auch Umwege geht.
    Nechybas Lebensweg ist nicht nur von Erfolgen geprägt. Ein Fall in seinen jüngeren Jahren zeigt, wie schnell man dem Falschen glauben kann. Manch eine Erzählung hat ein völlig unerwartetes Ende. Die Erzählung „Der Rigoletto vom Naschmarkt“ ist so eine.
    Das Besondere an den meisten der Geschichten ist, dass sie auf wirkliche Begebenheiten zurückgehen. Viele historische Persönlichkeiten sind dadurch in die Handlung integriert. So stammt das Eingangszitat aus einer Geschichte, wo Prinz Albert, der Prinz von Wales. Wien besucht hat. Auch die erste Begegnung von Nechyba mit dem jungen Sigmund Freud fand Platz in einer Erzählung.
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es ist eine gekonnte Mischung aus Spannung und Wiener Humor.

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