Die Hinrichtung des Martin P.

 
 
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"Gebt mir sein Messer und ich schlachte ihn genauso ab, wie er das kleine Mädchen."(Martin Pietsch)Martin Pietsch ist 43 Jahre alt, hoffnungslos arbeitslos und gerade dabei, seine Beziehung gegen die Wand zu fahren. Als in einer großen Wohnanlage ein...
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"Gebt mir sein Messer und ich schlachte ihn genauso ab, wie er das kleine Mädchen."(Martin Pietsch)Martin Pietsch ist 43 Jahre alt, hoffnungslos arbeitslos und gerade dabei, seine Beziehung gegen die Wand zu fahren. Als in einer großen Wohnanlage ein...
Kommentare zu "Die Hinrichtung des Martin P."
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Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    Sandra K., 03.11.2019 bei Weltbild bewertet

    Seit Monaten hat mich keine Geschichte mehr so erschüttert und wachgerüttelt wie diese. Klaus Oppitz schafft es, Realität und Fiktion so zu verbinden, dass man das Buch nicht mehr zur Seite legen will und letztendlich von Wort zu Wort mehr verschlungen wird.

    Tagtäglich werden Hasskommentare in den Sozialen Medien gepostet. Meint man sie ernst? Meine ich meine Aussagen ernst? Oder du?
    Tausende lassen sich von der scheinbaren Anonymität verleiten und schreiben im Affekt was ihnen gerade einfällt. Ob peinlich, zu privat oder aggressiv, die Bandbreite ist ellenlang.
    Genau dieses Thema wird in diesem Buch aufgegriffen. Ein kleines Mädchen, noch viel zu jung, wird im Sandkasten vor ihrem Wohnblock grausam mit einem Messer ermordet. Wer war es? Der aus dem Ausland stammende Nachbarsjunge.
    Martin P., ein derzeit arbeitsloser IT-ler, versucht sein Leben wieder auf die Reihe zu bringen, was ihm jedoch leider eher wenig gut gelingt. Sein Anker ist seine Freundin, die noch eine Verbindung zu seinem früheren Job darstellt. Durch Enttäuschung getrieben, mit etwas Wein intus, verfasst er ein Hassposting gegen den Kindermörder und bietet an, ihn gleichsam mit dem Messer zu töten. Der Zuspruch im Netz ist enorm.
    Kurz darauf erhält er ein Bewerbungsgespräch von der Regierung, jedoch mit einem Haken. Er soll nämlich genau das tun, was er in seinem Posting angeboten hat, nämlich den Mörder töten.
    Wird er es tun?

    Können wir alle Postings wirklich beim Wort nehmen? Er hat angeboten den Jungen zu töten, irgendjemand muss es ja machen, warum also nicht er?

    Es mag uns unwirklich erscheinen, jedoch sind wir wirklich so weit von so einem Szenario entfernt? Martin, der nur sein Leben wieder in die richtige Bahn lenken will, durchlebt allerlei Gefühle und kommt dann letztendlich zu einer Entscheidung.

    Gleichzeitig erfährt man auch, wie es der Familie des Mörders geht, vor allem aber seiner Schwester. Wie sollen sie mit dem Geschehenen umgehen?

    Der Autor fängt alles roh und unverblümt ein. Es hat mich richtig in die Geschichte hineingezogen. Ich wollte wissen, welches Gefühlschaos alle durchleben, litt mit und konnte mich trotzdem nicht vom Text lösen. Wer meint, er wüsste was passieren wird, wird bitter enttäuscht werden, denn beim Ende angekommen fühlte ich mich komplett erschüttert und sehr mitgenommen. Herr Oppitz erfüllt kein Wunschende, er schreibt es so wie es sein muss, genau so bitter und verroht wie der Text bis dahin.

    Noch Tage danach kann ich nicht aufhören an die Charaktere und das Geschehene zu denken.Ich fühle mich so, als hätte es mich selbst oder aber meine Familie betroffen.
    Ich wünsche diesem Buch so viel mehr Aufmerksamkeit!

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Sigrid K., 18.12.2019

    Gäbe es mehr als fünf Sterne, dieses Buch würde sie bekommen.
    „Und wenn er es nicht tut, wird es ein anderer tun. Das Ergebnis wird dasselbe sein.“

    Aber wird es das wirklich sein oder hat man ihn nur ausgewählt, um mit ihm stellvertretend die Gesellschaft zu testen?

    Martin Pietsch, 43 Jahre und hoffnungslos arbeitssuchend, immer redlich und bemüht, fährt sein Leben an die Wand. Seinen Frust lässt er zuerst an seiner Freundin aus, dann am Alkohol. Der nächste Tag ist ernüchternd. Ein Posting - wie er es nüchtern nicht einmal ansatzweise gedacht, geschweige denn geschrieben hätte. Interessant sind allerdings die Kommentare darauf. Denkt die ganze Gesellschaft wirklich so wie er? Wollen wirklich alle einen Mörder für seine Taten bluten sehen? Auge um Auge, Zahn um Zahn?

    Es scheint erst, dass ihm seine Kommentare in den sozialen Medien ihm zum Verhängnis werden. Die Einstellung konnte er – wenn auch aus einem anderen Grund – vergessen. Aber jetzt wird er gerade wegen seiner Postings zu einem Einstellungsgespräch gebeten. Oder ist es eine Falle? Werden sie ihn gleich an Ort und Stelle festnehmen? Verhetzung, Wiederbetätigung oder was es sonst noch alles sein könnte… Warum hat er diese Sätze nur stehen lassen?

    Aber da war ja noch ein Hoffnungsschimmer. Man könnte seine Worte auch anders deuten. Als Aufruf gegen verbale Gewalt im Netz. Daran wird er sich halten – so hat er das wirklich gemeint. Nur braucht er es nicht anders gemeint zu haben als er es geschrieben hat. Der Vertrag liegt genau deshalb vor ihm – weil er es so gemeint hat. Wenn auch unter erheblicher Alkoholeinwirkung.

    Klaus Oppitz gelingt es innerhalb weniger Seiten eine Spannung zu erzeugen, die subtil im Leser aufkeimt und sich breit macht ohne dem Leser eine Chance zu geben, sich dagegen zur Wehr zu setzen.

    Mit jedem Absatz, mit jedem Wort wird der Leser einem Ereignis entgegengeschleudert um letztendlich mit einer unglaublichen Wucht regelrecht überrollt zu werden.
    „Pietsch will sein altes Leben zurück. Jetzt hat er eine Gelegenheit. Auch wenn es eine grausame Gelegenheit ist.“

    Der Autor zeichnet hier nicht nur eine klassische Dilemmadiskussion und bietet einiges an Stoff für Debatten rund um die Todesstrafe, vielmehr noch zeigt er eine Seite unserer Gesellschaft, die an Grausamkeit kaum zu überbieten ist.
    Was das Netzt oftmals aufzeigt, stellt jede noch so schreckliche Diskussion über die Todesstrafe in den Schatten.
    Und Klaus Oppitz wirft mit seinem Buch Licht auf diese Schatten…
    5 Sterne

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
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