Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens

Roman. Mit sieben Rezepten

J. Ryan Stradal

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Eva Thorvalds Kochkunst ist legendär: Für einen Platz bei einem ihrer Pop-up-Dinner zahlt man vierstellige Beträge und wartet mehrere Jahre. Für Cynthia Hargreaves jedoch geht es dabei um mehr als bloße Gaumenfreuden, es ist ihre einzige Chance,...

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Kommentare zu "Die Geheimnisse der Küche des Mittleren Westens"

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  • 5 Sterne

    Almuth R., 23.08.2016

    Lebensgeschichte in Häppchen
    Eva Thorvalds Mutter verlässt die Familie, als Eva gerade mal ein paar Monate alt ist. Ihr Vater Lars, für den Kochen eine Leidenschaft ist, stirbt wenig später. Eva wird von ihrem Onkel und ihrer Tante in dem Glauben aufgezogen, dass sie deren leibliche Tochter ist. Das Gefühl Evas, die falschen Eltern zu haben und von ihnen überhaupt nicht verstanden zu werden, ein Gefühl, das wohl jeden Teenager irgendwann einmal ereilt, entspricht bei ihr also der Wahrheit. Schon früh beschäftigt Eva sich hauptsächlich mit Lebensmitteln. So zieht sie schon als Elfjährige exotische Chilis in ihrem Kleiderschrank und verkauft ihr Chiliöl an ein Restaurant. Später trifft man Eva als reife Jugendliche wieder, die sich für Tomatensorten, Fischzubereitung und Gewürze interessiert, dann ihre Schullaufbahn abbricht, um Geld für den kranken Stiefvater zu verdienen – natürlich mit Arbeit in einem Restaurant. Viel später ist Eva die gefragteste Köchin Nordamerikas und wird verehrt wie ein Star.
    In acht Kapiteln wird Evas Lebensgeschichte erzählt. Allerdings steht nicht immer sie selbst im Mittelpunkt, sondern mal ihre Cousine Braque, ihr Jugendfreund Will Prager, ihre Mutter oder eine andere Person, deren Lebensweg sich in irgendeiner Form mit dem von Eva kreuzt. Die Figuren sind originell, teils witzig und unterhaltsam, teils auch tragisch, aber immer glaubwürdig und authentisch dargestellt. Der Leser taucht in die Gedankenwelt der jeweiligen Figur ein, sogar die Sprache passt sich der Figur an. Aus den sehr unterschiedlichen Lebensläufen entsteht ein Querschnitt durch das moderne Amerika.
    Manche Kapitel sind sehr kurzweilig (z.B. Evas Cousine Braque), andere teils etwas langwierig und ausschweifend (z.B. über Pat Prager, Wills Stiefmutter), am Ende hat aber jede Figur ihre Bedeutung und einen Platz in Evas Leben gefunden. Dabei rückt Eva Thorvald immer mehr in den Hintergrund, wirkt aber als Dreh-und Angelpunkt der Geschichte.
    Auch sprachlich ist der Roman ein Genuss. Besonders die Beschreibung von Geschmackserlebnissen sind einzigartig (z.B. ,,Die Säure des Chutneys, der herzhaft gepökelte Schinken und der trockene, erdige Wein fielen einander in die Arme wie ein jubelndes Sportlerteam, wie Brüder, die sich nach den Sommerferien wiedersahen.“).
    Etwas unpassend ist der Klappentext des Buches, der Evas Mutter und ihre Entscheidung, die Familie zu verlassen, in den Vordergrund rückt. Eva Thorvald findet ihren Weg und ihre Bestimmung aber allein und aus sich selbst heraus.
    Ein interessantes und wirklich lesenwertes Buch.

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    janein
  • 5 Sterne

    Sylvia M., 06.09.2016

    Lars Thorvalds Jugend ist gekennzeichnet von einem Stockfisch-Trauma, das er seinem Vater verdankt. Die zwangsweise Beschäftigung mit dem ungeliebten Fisch bringt ihn aber zum Kochen, was seine große Leidenschaft wird. Er wird ein großartiger Koch, der jedoch glücklos bei den Frauen ist – bis er Cynthia kennenlernt. Die beiden sind ein tolles Gespann und bekommen Tochter Eva. Lars kocht schon für die kleine Eva die feinsten Gerichte, was möglicherweise der Grund für die Entwicklung ihres außergewöhnlichen Geschmackssinnes ist. Cynthia allerdings stellt schon nach sehr kurzer Zeit fest, dass sie lieber keine Mutter sein möchte und verlässt Lars mit einem anderen Mann, um nach Australien zu gehen. So ist Eva praktisch von Geburt weg auf einen alleinerziehenden Vater angewiesen, doch auch diesen hat sie nicht lange. An ihrem ersten gemeinsamen Weihnachtsfest erleidet er einen Herzinfarkt und verstirbt. Eva wächst fortan beim Bruder ihres Vaters und dessen Frau auf und bleibt lange Jahre in dem Glauben, dass dies ihre Eltern seien. Schon früh begeistert sie sich für alles was mit Essen und Kochen zu tun hat und schon früh legt sie Wert darauf, zu wissen woher die Zutaten dafür kommen. Eva Thorvald wird eine grandiose Köchin…..
    Es ist dies eines der ungewöhnlicheren Bücher der letzten Zeit. Man erwartet etwa eine Art Biografie, doch hier hat man stellenweise den Eindruck, dass die Geschichte abdriftet und den Faden verliert – doch das täuscht. Jedes Kapitel behandelt eine wichtige Station oder Person in Evas Leben, auch wenn sie selbst – für den Leser ersichtlich - nur am Rande in Erscheinung tritt. So ergibt sich zeitweise der Eindruck, dass die Hauptfigur eigentlich eine Nebenrolle spielt, doch am Ende fügen sich die Bausteine zusammen und ergeben ein stimmiges Gesamtbild.
    Es war eine Freude, dieses Buch zu lesen, weil die Qualität des Ausdrucks und der Witz nicht nach den ersten dreißig Seiten geendet haben, sondern auch noch auf der letzten Seite vorhanden sind.

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    janein
  • 5 Sterne

    Rebekka T., 17.08.2016

    Was für ein grandioses Buch! Was für interessante Menschen! Das Buch ist definitiv mit eines meiner Hightlights des Jahres!

    Es geht um Eva Thorwald, und das Interessante an dem Buch ist, dass wir erst andere Menschen kennen lernen, die dann Evas Weg kreuzen - Eva steht also nicht unmittelbar im Mittelpunkt ... und eben doch geht es um das Leben von Eva. Sie wird geboren und ihr Vater ist Koch, der Essen liebt und ihr am liebsten schon im Alter von einer Woche seine Delikatessen kredenzen würde. Ihre Mutter verlässt die Familie, um in Australien eine perfekte Sommeliere zu werden, denn die Mutterrolle ist nichts für sie. Als ihr Vater Lars plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt, ziehen Fiona und Jarl, Lars Bruder und Schwägerin, Eva auf. Dann wird es einfach nur großartig, wir lesen von Evas Chilizucht, und dass sie extrem scharfes Essen aushält. Wir begleiten sie durch die Schule und ihren Beginn in einem Restaurant, lesen von ihrem perfekten Geschmackssinn und lernen dabei ihre Familie und Freunde kennen - und irgendwann ist da ihre leibliche Mutter...

    Cover: Alle Bilder sind im Buch und dort passend und schön, perfekt passend zum Diogenes Verlag.

    Schreibstil: Was soll ich schreiben? Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich J. Ryan Stradal mitgerissen und ich bin echt traurig, dass es zu Ende ist!

    Ein Buch so zu schreiben, aus der Sicht von Anderen und doch ist Eva immer die Hauptperson ist eine faszinierende Idee und hat mich sehr begeistert! Die New York Times betitelt es als "Ein imposantes Meisterwerk" und ich stimme zu 100% zu.
    Die Rezepte im Buch kliengen toll und ich hatte durchweg Appetitt auf die interssantklingenden Sachen und will unbedingt mal Moonglow probieren :-)

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    janein
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