Der Fall Kallmann

Roman. Deutsche Erstausgabe

Hakan Nesser

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Hakan Nesser gilt seit vielen Jahren als einer der erfolgreichsten und beliebtesten Autoren Schwedens. Mit seinem neuen Krimi „Der Fall Kallmann“ stellt er einmal mehr seine schriftstellerische Klasse unter Beweis ... ...

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Kommentare zu "Der Fall Kallmann"

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  • 5 Sterne

    4 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Diamondgirl, 24.12.2017

    Der Fall Kallmann...

    Es hört sich am Anfang nach einen Krimi an...

    Leon Berger tritt im Jahre 1995 in der Kleinstadt K. die Nachfolge des unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommenen Lehrers Eugen Kallmann an. Für Leon ist es ein kompletter Neuanfang nachdem er Frau und Tochter bei einem Schiffsunglück verloren hat. Vermittelt wird er durch seine ehemalige Studienkollegin Ludmilla, die aktuell an dieser Schule unterrichtet. Er entdeckt beim Aufräumen des Schreibtischs die Tagebücher seines Vorgängers, wodurch er und zwei weitere Kollegen zu Nachforschungen auf eigenen Faust ermuntert werden. Im weiteren Verlauf geschieht noch ein Mord an einem Schüler, der bei den örtlichen Neonazis wohl eine recht bedeutende Rolle gespielt hat. Auch Drohbriefe mit rassistischem Inhalt tauchen an der Schule auf. Besteht hier ein Zusammenhang?

    Was nach einem soliden Krimi klingt ist aber keiner. Die „Krimihandlung“ dient nur als Rahmen für das Bild, das Hakan Nesser von der Gesellschaft zeichnet, kombiniert mit seinen gewohnt philosophischen Betrachtungen über Menschen, deren Verhalten und Einstellungen zum Leben. Dadurch dass er die Geschichte aus immer wechselnden Perspektiven in der Ich-Form erzählt, kommt am Anfang etwas Verwirrung auf, bis man die ganzen Personen eingeordnet hat. Aber es ist dadurch auch der Blick aus der Sicht von mehreren Generationen, was dem ganzen einen zusätzlichen Reiz verleiht.

    Die Auflösung geschieht erst nach Jahren und ist meiner Meinung nach sehr schlüssig und rundet das Gesamtbild ab.

    Alles in allem ein Buch mit dem an sich Zeit lassen sollte um sich drauf einzulassen, weit weg vom manchen Krimis bei den Aktion die mangelnde Handlung übertüncht.

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    janein
  • 5 Sterne

    2 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Jenny V., 10.11.2017

    „Ich denke, so und nicht anders sieht das Leben aus: Wir befolgen die dunklen Anweisungen, wir wissen nicht, was sie bedeuten, aber sie sind alles, was wir haben.“


    Inhalt


    An der Bergtunaschule in einer kleinen Ortschaft in Schweden, herrscht der Ausnahmezustand. Nicht nur das der geachtete Schwedischlehrer Eugen Kallman wahrscheinlich das Opfer einer Straftat wurde, sondern auch die schlampigen Ermittlungen in diesem Fall und ein weiteres Verbrechen, diesmal an einem rassistischen Schüler verübt, sorgen für dauerhaften Gesprächsstoff. Es sind dunkle Zeiten für das Lehrerkollegium aber auch für die Schüler untereinander. Misstrauen, offene Fragen, üble Verdächtigungen und private Schnüffelaktionen sind die Folge. Ein Lehrerteam aus drei Kollegen versucht etwas Licht in die Sache zu bringen, indem sie sich den Tagebüchern Kallmanns annehmen und versuchen, zu recherchieren, warum er ums Leben kam und wer als potentieller Täter in Frage käme. Doch der Eigenbrötler Kallmann, der schon zu Lebzeiten keine intensiven Kontakte pflegte, bleibt ein Mysterium. Zwar entdecken die selbsternannten Privatdetektive mögliche Zusammenhänge, doch stoßen sie immer wieder auf eine Wand des Schweigens. Als ihnen klar wird, dass mindestens zwei ihrer Schüler auf unerklärliche Art und Weise in den Fall Kallmann verwickelt sind, übergeben sie ihre Arbeit einer motivierten jungen Polizistin. Und diesmal wird sich zeigen, ob der Mord aufzuklären ist und welcher Hintergrund sich tatsächlich verbirgt …


    Meinung


    Dieser Roman, der für mich kein klassischer Krimi ist, konnte mich dennoch voll und ganz überzeugen. Hakan Nesser entwirft eine groß angelegte Menschenstudie, die er vielschichtig und perspektivenreich präsentiert und in deren Zentrum ein verstorbener Lehrer steht, dessen Handlungen selbst zu Lebzeiten nicht wirklich verständlich waren. Er widmet sich mit Ausdauer und großem Erzähltalent einem Eigenbrötler, der nur wenige Freunde und keine näheren Angehörigen hatte und in seiner Freizeit alten, ungelösten Kriminalfällen auf die Schliche kommen wollte. Rückblickend bekommt der Leser eine Menge Material geboten, sei es durch Tagebuchaufzeichnungen oder aus kleineren Gesprächsepisoden, aus der Erinnerung von Kollegen oder durch rätselhafte Fotos – bald stellt man sich ebenso die Frage, wie die handelnden Personen: „Wer war Kallmann wirklich?“. Interessant ist auch der Aspekt des Mythos, der hier ganz nah greifbar erscheint. Während Eugen Kallmann früher ein geachteter Lehrer war, für den sich kaum einer interessierte, tritt sein unerklärlicher Tod eine ganze Lawine an Ereignissen los. Sehr schnell wird Kallmann zum Mythos, dem die Hinterbliebenen auf die Spur kommen möchten …


    Der Großteil des Buches basiert auf der Suche nach den Hintergründen, offenbart aber auch grandiose Einblicke in den Schulalltag. Alle Erzähler gemeinsam schildern ihre persönlichen Eindrücke und bekommen dennoch ein Gesicht, einen eigenen Background und eine ausgearbeitete Geschichte. Dadurch entsteht ein sehr intensiver, stiller Roman, der viel Realitätsbezug hat und manches Ereignis einfach nur abbildet, ohne zu bewerten. Die Verbrechen, die Vergangenheit, die Rätsel sind stets greifbar, dominieren aber nie die Geschichte. Vielmehr macht sich der Leser gemeinsam mit den Erzählern auf die Suche und stochert ebenso ratlos wie diese in winzigen Bruchstücken eines fragwürdigen Lebens.


    Fazit


    Ich vergebe 5 Lesesterne für diesen komplexen Roman, der sich hinter einer vordergründigen Kriminalgeschichte nicht verstecken sollte. Die Spannungskurve liegt nicht sonderlich hoch, der Erlebnisfaktor ebenso wenig und trotzdem konnte mich diese Geschichte nicht nur fesseln, sondern auch bestens unterhalten. Ich empfehle dieses Buch vor allem Lesern, denen es mehr um die Menschen hinter der Geschichte geht, die bereits sind sich auf Abschweifungen einzulassen und gerne aus zweiter Reihe Beobachtungen anstellen. In gewisse Weise betreibt Nesser hier psychologische Studien, involviert Menschenkenntnis und persönliche Kontakte, beschreibt, erzählt und bringt nur hin und wieder neue Impulse in diese Geschichte hinein. Doch gerade dieser dunkle, unaufgeregte Erzählton, der viele Facetten aufwirft, konnte mich begeistern. Ein Roman, der bestens unterhält, wenn man Inhalte erwartet und weniger Nervenkitzel sucht.

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    janein
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