Demnächst in Tokio

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Keine Widerworte: Elisabeth heiratet Ernst! Unbekannterweise. Die 18-jährige Elisabeth, behütet und aus gutem Hause, macht sich 1934 ins fremde Japan auf, um ihren Ehemann zu treffen: Ernst Wilhelm, 39, Diplomat in Tokio, der mit der Heirat seinen Posten im...
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Keine Widerworte: Elisabeth heiratet Ernst! Unbekannterweise. Die 18-jährige Elisabeth, behütet und aus gutem Hause, macht sich 1934 ins fremde Japan auf, um ihren Ehemann zu treffen: Ernst Wilhelm, 39, Diplomat in Tokio, der mit der Heirat seinen Posten im...
Kommentare zu "Demnächst in Tokio"
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  • 5 Sterne

    3 von 3 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Tanja P., 14.04.2017 bei Weltbild bewertet

    Berührende Lebensbeichte

    Elisabeth ist 95 und weiß, dass sie nicht mehr lange leben wird. Aber sie möchte nicht abtreten, ohne ihrer Tochter Karoline die Wahrheit über deren Vater erzählt zu haben, die ganze Wahrheit. Schon so oft hat sie einen Brief an sie angefangen, ihn aber nie zu Ende gebracht. Wie erklärt man seinem Kind, was man sein ganzes Leben lang verschwiegen hat? Am Ende wird es kein Brief, sondern eine Lebensbeichte – wunderschön, berührend, mitreißend – und vor allem schonungslos ehrlich.

    1934 erfährt Elisabeth, 18jährig, dass sie noch am selben Tag Ernst Wilhelm, den 39jährigen Sohn des Chefs ihres Vaters, heiraten und ihm bald nach Japan folgen wird: „So Gott will, sehen wir uns demnächst in Tokio.“ (S. 29)
    Ihre Schwiegermutter ist ihr dankbar, denn Elisabeth ist Ernst Wilhelms Rettung vor den Nazis. Aber was hat Elisabeth davon? Einen Diplomatenpass, eine gesellschaftlich hohe Stellung und Geld. Will sie das alles überhaupt? Es interessiert niemanden!
    Schon die Reise mit ihrer "Anstandsdame" Frl. Degenhardt (einer ältlichen Nonne) in der Transsibirischen Eisenbahn nach Wladiwostok wirkt surreal. Frl. Degenhardt redet kaum mit ihr. An jedem Halt ist die Landschaft eine andere, von den Menschen ganz zu schweigen. Sie hat Angst vor dem, was sie in Japan erwartet. Sie kennt weder das Land, noch ihren Mann. Ja sie weiß nicht einmal, was in der Hochzeitsnacht passiert. Aber zumindest ihre Angst davor ist unbegründet, ihr Mann hat ein eigenes Schlafzimmer ... Noch mehr überrascht sie, dass er ihr alle Freiheiten lässt – nur stolz soll sie bitte auftreten, schließlich ist sie jetzt eine „von Traunstein“!
    Auch Japan ist anders, als sie es sich vorgestellt hat. In Tokio mischen sich westliche Moderne und japanische Tradition, Straßenbahnen neben Rikschas, elektrische Straßenbeleuchtung neben Papierlaternen.
    Während die Deutsche Botschaft eine eigene kleine Welt ist, wie in einem Kokon vor den Geschehnissen draußen verborgen, werden die Nazis erst in Deutschland und dann auch in Japan immer stärker und bestimmen bald auch den Alltag in der Botschaft.
    Elisabeths Leben ändert sich grundlegend, als Alexander, ein Freund ihres Mannes, auftaucht. Die drei werden unzertrennlich. Aufgrund ihres Alters und ihrer Größe nennt er sie Zwerg. Aber als der Krieg ausbricht, wächst sie über sich hinaus und beweist mehr als einmal Courage. Aus dem Zwerg wird eine Löwin. Dann werden Vorwürfe gegen Alexander laut, er soll einen ganzen Spionagering geleitet haben?!

    Elisabeth ist eine unglaublich beeindruckende Frau. Ihre Mutter war zeitlebens devot und hatte sie ebenfalls so erzogen. Als Ernst Wilhelms Frau muss sie das schnell ablegen, damit die anderen sie ernstnehmen, vor allem, als ihr Mann Botschafter wird. Auch ihre politische Bildung wird von ihm und Alexander geprägt. Sie ist sehr mitfühlend. Es interessiert sie, wie die Japaner wirklich leben, was sie denken, wie sehr sie ausgebeutet und unterdrückt werden. Sie begegnet ihnen auf Augenhöhe, nicht nur durch ihre Größe, sondern weil sie ihre eigene ärmliche Herkunft nie vergisst und versucht, hinter die ewig lächelnden und dienernden Gesichter zu schauen. Sie hat im Laufe der Handlung eine außergewöhnliche Entwicklung durchgemacht.

    Zur besonderen Spannung des Romans trägt auch die Dynamik des Dreiergespanns bei – das Wechselspiel aus strengem Botschaftsalltag und der regelmäßigen Flucht in ihr Sommerquartier.

    Die Beschreibungen Japans und der dortigen Verhältnisse sowie des Kriegsgeschehens sind sehr beeindruckenden. Man weiß ja, worauf Deutschland und Japan zusteuern und trotzdem hofft man bis zuletzt, dass es spurlos an Elisabeth, Ernst Wilhelm und Alexander vorbeigeht. Ein Auf- und Ab der Gefühle beim Lesen ist unvermeidlich. Ich habe mit Elisabeth gelebt und geliebt, gehofft und gelitten – bis zuletzt, bis auch das letzte Geheimnis gelüftet wurde.
    Alexanders Figur ist übrigens an den berühmten deutschen Spion Richard Sorge angelehnt. Das Buch hat mich dazu angeregt, mehr über ihn zu lesen. Sein Anteil am Kriegsgeschehen wurde sehr gut umgesetzt.

    „Demnächst in Tokio“ ist eins meiner diesjährigen Highlights: spannend, gefühlvoll, lehrreich, fesselnd und zum Nachdenken anregend. Mehr kann man von einem Buch kaum erwarten.

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    janein
  • 4 Sterne

    3 von 4 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    steffi k., 12.04.2017

    Historisch und literarisch

    Im Prolog lernen wir Karoline und ihre 95-jährige Mutter Elisabeth - die beiden Hauptgestalten des Romans - kennen. Ausgangspunkt ist Karolines bevorstehende berufliche Reise nach Tokio. Japan: dort hat Elisabeth zwischen 1934 und 1942 gelebt.
    Rückblickend erzählt Elisabeth von ihrer Zwangsheirat mit eine viel älteren Militärattaché.
    Das Cover dieses Buches passt sehr gut zum Zeitgeschehen im Buch.
    Die Farbwahl ist gut getroffen und man kann ahnen, dass die junde Frau ihren Weg gehen wird; einen Weg zwischen zwei Männern.

    „Demnächst in Tokio“ ist ein Roman, der Zeit lässt sich zu entwickeln. In unserer schnelllebigen Zeit kann man solche Bücher nur empfehlen. Sie lassen die nötige Ruhe uns in einen literarischen Stoff (und hier zusätzlich in die historischen Hintergründe ) zu vertiefen.

    Auf der einen Seite handelt es sich um einen gut recherchierten historischen Roman über die Beziehung Hitlerdeutschlands zu Japan im zweiten Weltkrieg.

    Auf der anderen Seite lernen wir mit Elisabeth von Traunstein eine junge Frau kennen, die sich zwischen zwei Männern wieder findet und sich schnell zu einer starken Persönlichkeit entwickelt .Eine Liebesgeschichte und ein Frauenroman.

    Zum Inhalt: Die Protagonistin zieht es ins ferne Japan, aber nicht aus Abenteuerlust, sondern um einen ihr unbekannten Mann zu heiraten, Ernst Wilhelm, Diplomat in Tokio. Ihr Herz schlägt aber nicht für diesen wesentlich älteren Mann, sondern für seinen Freund Alexander.

    Mit historischer Präzision und viel psychologischem Gespür zeichnet Katharina Seewald das Leben einer jungen Frau, die in turbulenten Zeiten ihren eigenen Weg geht. Als Alexander verhaftet wird und der Krieg in Japan seine böse Fratze zeigt, müssen Elisabeth und Ernst nach Peking ins Exil. Und Alexander wird als Spion verhaftet.

    Die Sprache der Autorin ist fließend mit vielen Beschreibungen verdichtet und zeugt von viel Wärme und Anteilnahme für die junge Elisabeth.
    Die Geschichte ist so spannend erzählt, dass man den Roman nicht aus der Hand legen möchte.

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    janein
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