Als ich jung war

Roman. Ausgezeichnet mit dem Österreichischen Buchpreis 2019 und nominiert für den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis (Shortlist)
 
 
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"Norbert Gstrein ist ein Meister des 'zwielichtigen' Erzählens. Er setzt Zeichen um Zeichen. Man folgt seinem Konstrukt und seinem bewundernswert klaren Satzbau mit Spannung." Aus der Jurybegründung zur Verleihung des Österreichischen Buchpreises 2019

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Kommentare zu "Als ich jung war"

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  • 5 Sterne

    M., 23.10.2019

    Ungewöhnlich und spannend

    Dieser Roman steht auf der Shortlist des Österreichischen Buchpreises 2019.

    Franz, der ältere Sohn eines österreichischen Hotelbesitzers, hilft schon frühzeitig mit im Betrieb. So fotografiert er im Sommer die Paare, die im Hotel ihre Hochzeit feiern und hilft im Winter den Skilehrern. Franz verliebt sich eines Tages in ein Mädchen. Kurze Zeit später stirbt eine Braut. War es ein Unfall oder Mord oder Selbstmord? Bald darauf wird Franz vom Vater fort, in die USA geschickt.
    Dort landet er in Wyoming, wird zum Skilehrer, obwohl er das nie werden wollte und bleibt für 13 Jahre. Tiefere Bindungen geht er eher nicht ein. Ein älterer tschechischer Professor, "der traurigste Mann auf der Welt" kommt jährlich und möchte nur Franz als Skilehrer, so dass sie über Jahre regelmäßigen Kontakt haben. Doch irgendwann begeht der Professor, während er wieder in seinem jährlichen Skiurlaub weilt, Suizid. Franz muss nicht lange danach, aufgrund von Skiunfällen den Job aufgeben und kehrt verarmt in die Heimat zurück. Dort wird er vorerst von seinem Bruder Victor, der mittlerweile das Hotel führt, (eher ungern) aufgenommen.

    Die Milieus in Österreich und Wyoming samt kalter, winterlicher Schnee- und Skiatmosphäre sind stimmungsvoll gezeichnet.
    Der Leser erfährt alles aus der Perspektive von Franz, der, wie sich bald herausstellt, allerdings ein sehr unzuverlässiger Erzähler ist. Er wirkt erstmal wie ein recht zielloser, träger, auch leicht irritierbarer Mensch. Stück für Stück kommt man ihm etwas näher.
    Der Roman ist durchzogen von seltsamen Vorkommnissen und seltsamen, häufig sehr einsamen Menschen.
    Thematisch geht es um toxische oder auch einseitige Beziehungen, um Mann- Frau Beziehungen. Es geht um Missbrauch, um Grenzen und Gewalt, um Macht und Ohnmacht, um Lüge und Wahrheit, um Verdrängung und verzerrte Wahrnehmung. Gerüchte, Halbwahrheiten, Vermutungen, Unklarheiten stehen im Raum. Wie gut kennen wir das Gegenüber? Wo ist das innere "Zentrum des Schweigens, ein Zentrum der Scham", an dass man sich selbst kaum heranwagt?

    Tja, was ist das für ein Roman – ein Kriminalroman, ein Spannungsroman, ein psychologischer Roman, eine Milieustudie – von allem etwas. In jedem Fall äußerst spannend und fesselnd erzählt. Auch sehr unterhaltsam.
    Vieles wird angedeutet, die Athmosphäre ist oft merkwürdig, manchmal gar gruselig. Seite um Seite wird alles ungeheuerlicher und nimmt andere Formen an, neue Perspektiven tun sich dabei auf. Im Gewahrwerden des Gesamtblicks brachte mich das Ende dann zum Schaudern. Großartig!
    Letztendlich bleibt ein offener Deutungsspielraum, bleibt Raum für Spekulationen und Diskussionen.

    Fazit: Ein klug geschriebener Roman, über die Geschichten, die nicht erzählt werden.

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    janein
  • 4 Sterne

    Inge H., 09.09.2019

    Erinnerung
    Der österreichische Schriftsteller Norbert Gstrein schreibt gute Romane.
    Sein Roman „Als ich jung war“ ist für den österreichischen Buchpreis nominiert.

    Der Protagonist Franz fotografiert bei Hochzeiten, die im Lokal seines Vaters und später seines Bruders feiern.
    Dann stirbt gleich darauf eine Braut, so wie er sie beim fotografieren kennen lernt, ist sie eigenartig. Es soll Selbstmord sein.
    Später ist da noch ein Professor, der sich auch umbringt. Dann kante Franz noch junge Frauen, die dann verschwunden sind.
    Die Geschichte wird von Franz erzählt.
    Es geht um Begehren, Schuld und Verdrängung.
    Der Autor versteht es, Franz Zerrissenheit, Selbstmitleid und den Wunsch nach Glück nach zu vollziehen.
    Sein Schreibstil ist ruhig und klar und etwas geheimnisvoll. Das Buch was sonst gut virtuos gemacht, lesenswert.

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    janein

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