Als das Leben unsere Träume fand

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Es ist das Jahr 1913, und eine Schiffsreise nach Buenos Aires verheißt eine zweite Chance für drei junge Menschen.
Der Sizilianer Rocco hat den Zorn der Mafia auf sich gezogen, als er sich weigerte, sein Leben in den Dienst der ehrenwerten Gesellschaft zu...
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Es ist das Jahr 1913, und eine Schiffsreise nach Buenos Aires verheißt eine zweite Chance für drei junge Menschen.
Der Sizilianer Rocco hat den Zorn der Mafia auf sich gezogen, als er sich weigerte, sein Leben in den Dienst der ehrenwerten Gesellschaft zu...

Kommentare zu "Als das Leben unsere Träume fand"

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Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    3 von 5 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Marion S., 01.10.2018

    Schöne, neue Welt?

    Als das Leben unsere Träume fand von Luca Di Fulvio

    Drei Menschen gelangen unabhängig voneinander über Umwege nach Buenos Aires. Sie wollen dort, in der neuen Welt, ein besseres Leben beginnen. Doch auch in der neuen Welt gibt es korrupte Menschen die andere ausbeuten.

    Rocco will sich von seinem Image als Mafioso lösen, er will nicht in die Fußstapfen seines Vaters treten. Nur durch die Schuld, die der Mafiaboss Roccos Vater gegenüber hat, bekommt er die Chance nach Buenos Aires zu reisen.
    Dort auf dem Schiff lernt er Rosetta kennen. Rosetta wurde von ihrem Vater geschlagen und von den Dorfbewohnern als Hure bezeichnet, sogar vergewaltigt. Als sie ihr Land an den dortigen Baron verkauft, kommt es zu Handgreiflichkeiten, sie verletzt den Baron in Notwehr. Doch dieser stellt alles anders dar, so dass nun ein Haftbefehl gegen sie besteht. Sie flieht auf demselben Schiff wie Rocco. In Buenos Aires verlieren die zwei sich aus den Augen, sind aber immer auf der Suche nach dem anderen. Sie müssen sich in diesem Land selbst erst einmal behaupten.
    Rocco erkennt, dass das System nicht so viel anders ist , als in seiner sizilianischen Heimat. Rosetta wird damit konfrontiert, dass das Bild der Frau und ihre Stellung ebenso schlecht ist wie in ihrer Heimat. Aber beide wollen etwas verändern.......

    Die dritte im Bunde ist die 13 Jährige jüdische Rachel. Sie wurde von ihrem Vater unterstützt das lesen zu lernen, zur damaligen Zeit undenkbar. Als das Dorf angegriffen wird, stirbt ihr Vater. Rachel schließt sich einem Bund an, der durchs Land zieht,um solche Mädchen in die neue Welt zu geleiten, ihnen eine Chance zu geben. Doch die Organisation verschleppt die Mädchen in Bordelle. Rachel erkennt schnell, dass ihr ihr Aussehen nur einen Platz als Ausgestoßene zuweist, ihre Bildung nützt in diesem Umfeld wenig. Doch auch Rachel will ihr Schicksal nicht hinnehmen.

    Im weiteren Verlauf der Geschichte führt der Autor die Stränge zusammen. Er zeichnet einen spannenden aber auch emotionalen Weg für seine Charaktere. Der Schreibstil fesselt den Leser, lässt ihn mitleiden und hoffen, dass die drei am Ende ihren Weg finden werden.

    Ein mitreißender Roman, der mich sehr gut unterhalten hat.

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    janein
  • 5 Sterne

    1 von 2 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Elisabeth U., 05.02.2019

    Wie gewohnt ist das Buch von Luca Di Fulvio wieder tiefgreifend geschrieben und hinterläßt einen bleibenden Eindruck. Ein Auswandererepos von fast 800 Seite in der Zeit um 1912/13. Keine einzige Seite davon ist langweilig oder langatmig und man ist bis zum Schluß gespannt und fiebert mit den Protagonisten mit. Deswegen hat man den Roman auch ziemlich schnell trotz seines Umfangs gelesen. Drei junge Menschen wollen ihre Heimat verlassen, um in Buenos Aires in der neuen Welt ein besseres Leben beginnen. Hier ist zunächst Raquel aus Rußland, sie lebt im jüdischen Viertel. Den Juden geht es schlecht, sich hungern vegetieren nur so dahin. Nachdem ihre Eltern tot sind, ihre Stiefmutter ihr nur Böses will, geht sie mit einigen Mädchen aus dem jüdischen Viertel mit einem Anwerber aufs Schiff. In Buenos Aires sollen sie an Familien als Dienstmädchen vermittelt werden. Roccos Vater war Mitglied bei der Mafia und fand bei einer Schießerei den Tod. Da er sich aus den Fängen dieses Clans befreien will, schifft auch er sich ein um auf der anderen Seite des Meeres sein Glück als Mechaniker zu finden. Rosetta ist eine junge Bäuerin, die ihre Landwirtschaft alleine betreibt. Jedoch wird die alleinstehende Frau wegen ihrer Selbständigkeit als Hure bezeichnet und als sie der Baron vergewaltigt und sie ihn deswegen schwer verletzt, flüchtet auch sie. Aber in der neuen Welt finden diese drei Personen auch keinen Frieden. Sie werden verfolgt, gedemütigt, müssen teilweise auf der Straße leben, werden ins Bordell verschleppt. Und durch Zufall kreuzen sich die Wege der drei Auswanderer und gemeinsam kämpfen sie um ihre Freiheit und ihr Recht. Ein faszinierender Roman, der noch lange Nachwirkungen zeigt. Das sepiafarbene Titelbild mit den drei Personen ist sehr gut zu dem Thema gewählt. Wie eingangs schon erwähnt ein Auswandererroman, der gelesen werden muß.

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    janein
  • 5 Sterne

    3 von 6 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    KL, 03.10.2018

    Lang ersehnt durfte ich im Rahmen einer Leserunde vorab den neuen Roman von Luca di Fulvio lesen.
    Die Geschichte beginnt im Jahr 1913. Drei junge Menschen, Rocco, Raquel und Rosetta werden auf ihrem Weg begleitet. Mit einer Schiffsreise nach Buenos Aires kreuzen sich zum ersten Mal ihre Wege.
    Der Sizilianer Rocco hat den Zorn der Mafia auf sich gezogen, als er sich weigerte, sein Leben in den Dienst der ehrenwerten Gesellschaft zu stellen.
    Rosetta hat in einem sizilianischen Dorf nur knapp eine Vergewaltigung überlebt und ihrem Peiniger, dem Don mit einem körperlichen Übergriff erzürnt.
    Die russische Jüdin Raquel ist die einzige Überlebende eines Pogroms und gerät in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft an eine Schlepperbande.
    Doch das Leben in der Neuen Welt in Buenos Aires stellt sich noch nicht als Ziel ihrer Träume dar.
    In gewohnter Manier jagt Luca die Fulvio die Leser durch verschiedene Abenteuer, in denen man so sehr mit den drei Hauptfiguren mitleidet. Schonungslos, viel zu brutal und gewalttätig haben viele meiner Mitleser die Geschehnisse empfunden.
    Ich dagegen finde es einfach dramaturgisch großartig und die Hintergründe der Geschichte wunderbar recherchiert. Das Leben für die Einwanderer ist nicht einfach gewesen und die Gesellschaft bringt heute wie damals seelische Abgründe zutage, die man nicht im Weichzeichner schildern kann.
    Luca di Fulvio bleibt auch nach diesem Roman einer meiner Lieblingsautoren!

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    janein

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