Neue alte Welt und altes neues Ich


Die Ankunft der Empire Windrush im Juni 1948 stellt einen Wendepunkt in der britischen Geschichte dar, denn dieses Schiff symbolisiert eine tiefgreifende Veränderung in der sozialen, politischen und kulturellen (Selbst-)Wahrnehmung der Nation - Briten und Commonwealthbürger müssen ihr Bild aktualisieren und zeitgemäße Symbolnetze schaffen.
Diese durch Globalisierung, Not oder Selbstverwirklichungsdrang bedingte Völkerwanderung hat dazu geführt, dass viele Menschen plötzlich in einem neuen kulturgeografischen Raum leben, der ihre Identität wesentlich prägt, den sie aber auch durch ihre mitgebrachten Zeichen erheblich mitformen.
In der vorliegenden Studie soll die literarische Inszenierung dieser Thematik anhand der Werke von Andrea Levy, Meera Syal, Diran Adebayo und Hanif Kureishi beleuchtet werden. Ihre Romane thematisieren sowohl die erste und zweite Auswanderergeneration als auch ein breites Spektrum geografischer, religiöser und kultureller Hintergründe (Asien, Afrika, Amerika).
Durch die Analyse wird der Prozess der Identitätskonstruktion aufgezeigt und so ein Beitrag zur Untersuchung dieses literarischen Phänomens geleistet, das nur aufgrund einer ganz speziellen Kombination von historischen, politischen und kulturellen Rahmenbedingungen hat entstehen können.


2011, 243 Seiten, Maße: 21 cm, Taschenbuch, Deutsch WVT Wissenschaftlicher Verlag Trier
ISBN-10: 3868213449
ISBN-13: 9783868213447

 

 
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