Bestohlen bis zum jüngsten Tag
Dass wir über den Krieg in Afghanistan getäuscht wurden, wissen inzwischen zwei Drittel der Deutschen. Deshalb fordern sie den Rückzug. Dass es sich bei den Renten der Ostdeutschen um eine der größten Massenenteignungen in der jüngeren Geschichte handelt, wird bis heute erfolgreich verschleiert. Die Täuschung ist so perfekt, dass selbst die Bestohlenen sie glauben. Meine Rente reicht aus, sagen sie. Und die anderen: Die kriegen genug, die sollen sich nicht so haben! Aber Arbeitsjahre im Osten sind wesentlich weniger wert als die im Westen oder im Nazireich. Und: Das Alterssicherungssystem der DDR bestand aus gezahlter Rente und staatlichen Zuwendungen, die von der fünfzigprozentigen Ermäßigung für Tarife, Dienstleistungen, Kultur bis hin zur Unkündbarkeit der Wohnung reichten. Wie alle freiwilligen Zusatzversicherungen aus der DDR ... Es wird in West und Ost die gleiche gesetzliche Rente gezahlt. Nur: Im Unterschied zu den Landsleuten im Westen, die im Laufe des Lebens fürs Alter >>vorsorgten<<, wurde im Osten diese Vorsorge aus politischen Gründen ersatzlos beseitigt. Und auch künftig wird das so sein: Wer heute arbeitslos ist oder von Hartz IV lebt, wer einen Minijob hat oder >>Aufstocker<< ist, kann nichts beiseite legen. Die Armut im Alter ist vorprogrammiert.
2010, 286 Seiten, Maße: 12,5 x 21 cm, Kartoniert (TB), Deutsch
Das Neue Berlin
ISBN-10: 3360021053
ISBN-13: 9783360021052















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