Die Mänade in der attischen Vasenmalerei des 6. und 5. Jahrhunderts v. Chr.


Auf attischen Vasen des 6. und 5. Jahrhunderts v. Chr. begegnen erstmals in der bildenden Kunst Frauen, die im Gefolge des Dionysos auftreten und deren spezifische Attribute und Handlungen sie deutlich von anderen Frauengestalten unterscheiden. In Anlehnung an die literarische Überlieferung werden diese Frauen Mänaden "Rasende", genannt - die dem Dionysos verdankte Ekstase ruft bei ihnen Verhaltensweisen hervor, die sie die geltenden Normen überschreiten, sie als 'abnorm' erscheinen lassen. Die in diesem Zeitraum von den attischen Vasenmalern formulierten Schemata zur Darstellung von Mänaden wurden die ganze Antike hindurch auf unterschiedlichen Bildträgern tradiert. Mänaden finden sich beispielsweise auf hellenistischen Prunkgefäßen aus Edelmetall, auf römischen Ausstattungsgegenständen oder auf kaiserzeitlichen Sarkophagen'. Auch in der nachantiken Kunst wurde - in neuen Kontexten und unter anderem Namen - des öfteren auf die Gestalt der Mänade oder auf mit Mänaden verbundene Motive zurückgegriffen.


1998, 300 Seiten, teilweise Schwarz-Weiß-Abbildungen, Maße: 22,7 x 31,7 cm, Gebunden, Deutsch Zabern
ISBN-10: 3805323239
ISBN-13: 9783805323239

 

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